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Die Landbeiz Sternen ist wohl gerettet

Die Landbeiz Sternen in Detligen wird wohl durch eine IG und mithilfe der Gemeinde Radelfingen gekauft. Das Restaurant soll Treffpunkt der Dorfbevölkerung sein. Die Gemeindeversammlung hat das nötige Geld gesprochen.

Ist die Landbeiz Sternen gerettet? Die Gemeindeversammlung hat jedenfalls das nötige Geld gesprochen.
Ist die Landbeiz Sternen gerettet? Die Gemeindeversammlung hat jedenfalls das nötige Geld gesprochen.
Stefan Anderegg

Eine ausserordentliche Gemeindeversammlung, ein Traktandum, ein voller Saal und klare Entscheidungen. So kann man den Abend im Gemeindehaus in Detligen zusammenfassen.

Der Gemeinderat hat den Grundsatzentscheid bereits im letzten Jahr gefasst: Die Gemeinde will die IG Sternen Detligen unterstützen. «Wir haben die Obergrenze bei einer halben Million Franken festgelegt.

Doch laut dem Amt für Gemeinden und Raumordnung muss die Gemeindeversammlung darüber entscheiden», berichtete Radelfingens Gemeindepräsident Urs Martin Kuhn. 144 Personen strömten dem Gemeindehaus zu.

«Wir möchten für 100 000 Franken ein Drittel der Schopfparzelle kaufen, die auf der gleichen Strassenseite liegt wie das Gemeindehaus», so Kuhn. Das mache rund 350 Quadratmeter aus. Dieses Land soll später als Parkplatz oder für eine neue Entsorgungsstelle genützt werden. Die anderen zwei Drittel dieser Parzelle soll die IG mit einem Darlehen der Gemeinde in Höhe von 200 000 Franken kaufen, so der Plan.

Ein Antrag aus der Versammlung verlangte, das ganze Schopfgrundstück sei durch die Gemeinde zu kaufen. Es koste gleich viel, und das Dritteln mache keinen Sinn. Dieser Antrag wurde aber klar abgelehnt. Der Kauf dieser Landparzelle gemäss dem gemeinderätlichen Vorschlag und die Gewährung des Darlehens an die IG wurden mit 115 zu 20 Stimmen beschlossen.

Aus der IG soll im März eine AG werden. Der Kauf von Aktien im Wert von 1,1 Millionen Franken sei zugesichert. «Wir möchten für weitere 200 000 Franken Aktien zeichnen», erklärte Gemeindepräsident Kuhn.

Einem Antrag, auf diesen Aktienkauf zu verzichten, folgten nur neun Personen. Mit 130 Ja zu 8 Nein und 4 Enthaltungen genehmigte die Versammlung am Schluss das Gesamtpaket: Kauf eines Drittels der Schopfparzelle für 100 000, das Darlehen von 200 000 an die IG für den Kauf der restlichen Schopfparzelle und die Zeichnung von Aktien in Höhe von 200 000 Franken.

Die IG wurde letzten Herbst gegründet, als die Familie Walther den Verkauf der Sternen-Liegenschaft ankündigte. Der Sternen ist im Moment die einzige offene Dorfwirtschaft in der Gemeinde.

Eine Baufirma wollte auf dem Bauland Einfamilienhäuser erstellen. Geplant ist der Einbau von Wohnungen. Zudem sind die IG-Mitglieder auf der Suche nach Pächtern für das Restaurant.

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