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Die Fusion bewegt die Gemüter

Die Gemeinde Tägertschi entscheidet am Dienstag, ob sie mit Münsingen fusionieren will. Es wäre das Ende eines jahrelangen Konflikts zwischen Alteingesessenen und Neuzuzügern.

Heinz Habegger wohnt seit seiner Geburt in Tägertschi. Sein Hof liegt gleich neben dem Haus, in dem er zur Welt kam. «Schade, dass es so weit kommen musste», sagt der pensionierte Landwirt zur aktuellen Situation.
Heinz Habegger wohnt seit seiner Geburt in Tägertschi. Sein Hof liegt gleich neben dem Haus, in dem er zur Welt kam. «Schade, dass es so weit kommen musste», sagt der pensionierte Landwirt zur aktuellen Situation.
Andreas Blatter
«Klar tut das weh», sagt Fritz Gäumann zum drohenden Autonomieverlust. Er hätte die Fusion mit Konolfingen bevorzugt, so der Landwirt aus Tägertschi.
«Klar tut das weh», sagt Fritz Gäumann zum drohenden Autonomieverlust. Er hätte die Fusion mit Konolfingen bevorzugt, so der Landwirt aus Tägertschi.
Andreas Blatter
Gesellschaftlich und kulturell ge­höre Tägertschi zu Münsingen, ist Peter Theilkäs, Kadermann der in Affoltern beheimateten Viscom AG, überzeugt.
Gesellschaftlich und kulturell ge­höre Tägertschi zu Münsingen, ist Peter Theilkäs, Kadermann der in Affoltern beheimateten Viscom AG, überzeugt.
Andreas Blatter
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«Halt der S 2 nur noch im Stundentakt» steht auf dem froschgrünen Metallschild am Bahnhof Tägertschi. Die BLS muss aufgrund von Bauarbeiten im Wankdorf den Fahrplan straffen. Tä­gertschi fällt dem zum Opfer. Das Beispiel zeigt: Ein bäuerlich geprägtes 393-Seelen-Dorf hat es schwer, im Konzert der Grossen gehört zu werden. Und in Täger­tschi fehlt es in naher Zukunft nicht nur an Zügen, sondern auch an finanziellen Mitteln.

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