Bern

Die dritte Velohauptroute

BernEine führt bereits ins Wankdorf, jene nach Köniz ist bald vollendet. Die dritte Velohauptroute der Stadt Bern wird in den Westen führen.

Bereits im Frühling sollen die ersten Massnahmen für die beiden Velostrecken umgesetzt werden.

Bereits im Frühling sollen die ersten Massnahmen für die beiden Velostrecken umgesetzt werden. Bild: Swisstopo

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Um eine Strasse für Fahrradfahrer sicher zu machen, braucht es manchmal nicht viel. Ein paar neue Signaltafeln hier, etwas frische Farbe auf den Fahrbahnen da, ein Tempo-30-Schild dort. So zumindest klang es am Montagabend im Forum der Quartierkommission Bümpliz-Bethlehem (QBB), als Verkehrsplaner Karl Vogel und Michael Liebi, Leiter der Fachstelle für Fuss- und Veloverkehr, die vorläufige Planung für die Velohauptrouten Bern-Brünnen vorstellten.

Zwei Äste sollen Velofahrer in den Westen führen: einer, der über die Murten- und die Waldmannstrasse bis zum Westside führt, und ein weiterer, der sich vom Europaplatz über die Freiburgstrasse, den Untermattweg und die Fellerstrasse erstreckt. Die ersten Sofortmassnahmen für die beiden Strecken sollen bereits im kommenden Frühling umgesetzt werden.

2,5 Meter breiter Radstreifen

Vorläufig beschränke man sich auf eine neue und abgeänderte Signalisation und kleinere bauliche Massnahmen, sagte Michael Liebi. Was er vorstelle, sei jedoch erst «ein Blick in die Werkstatt». Definitiv seien die Massnahmen noch nicht, man sei noch dabei, die genaue Umsetzung der Velohauptroute zu planen.

Dennoch konnte Liebi bereits ein paar konkrete Vorschläge präsentieren: So soll etwa auf beiden Seiten der Murtenstrasse ein 2,5 Meter breiter Radstreifen entstehen. Hinzu kommen zwei Spuren für den motorisierten Individualverkehr sowie eine für Bus und Taxis.

Jener Abschnitt der alten Murtenstrasse wiederum, der zwischen Weyermannshaus-West und Bethlehem Kirche liegt, soll zu einer sogenannten Kernfahrbahn werden: Die Mittellinie der Strasse wird entfernt, dafür entsteht auf beiden Seiten ein Velo­streifen.

Von Holländern inspiriert

Auch an anderen Stellen im Berner Westen möchte die Stadt eine solche Kernfahrbahn einführen, etwa auf der Fellerstrasse. Abgekupfert habe man dieses System bei den Holländern, erklärte Liebi: «Eine solche Kernfahrbahn eignet sich ideal für weniger stark befahrene Strassen, die mit Parkplätzen gesäumt sind.» Zusätzlich für Sicherheit sorgen soll auf dem Strassenabschnitt die Einführung von Tempo 30.

Zu reden gab am Montag aber vor allem die geplante Sperrung der Bahnunterführung Stöck­ackerstrasse. Bereits zu einem früheren Zeitpunkt äusserte sich die QBB kritisch gegenüber dieser Massnahme – man sah etwa Nachteile für das Kleingewerbe oder befürchtete eine symbolische Trennung des Quartiers.

Im Gegensatz zu den präsentierten Massnahmen für die Velohauptroute ist diese Sperrung aber schon fest beschlossen. Seit 2015 steht sie im Teilsverkehrsplan des Stadtteils VI. Zudem sei sie mit grossen baulichen Massnahmen verknüpft – ein paar Signaltafeln und ein wenig Farbe reichen also nicht aus. (Berner Zeitung)

Erstellt: 11.09.2018, 20:15 Uhr

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