Die BLS plant Bohrungen für ihre neue Werkstätte

Mit Bohrgeräten und Baggern will die BLS im Gebiet Chliforst Bodenproben nehmen.

Die IG Riedbach, die gegen die Werkstätte kämpft, betont, dass die BLS für die Durchführung der Proben die Einwilligung der Landbesitzer einholen müsse.

Die IG Riedbach, die gegen die Werkstätte kämpft, betont, dass die BLS für die Durchführung der Proben die Einwilligung der Landbesitzer einholen müsse.

(Bild: Adrian Moser)

Stefan Schnyder@schnyderlopez

Die BLS sieht sich bei der Planung ihrer neuen Werkstätte im Gebiet Chliforst weiter mit Widerstand konfrontiert. Die IG Riedbach, die sich gegen den Neubau einsetzt, hat am Montag in einer Medienmitteilung bekannt gemacht, dass die BLS Probebohrungen plane.

Sie stützt sich dabei auf ein Schreiben, das die Anwohner von der Bahn erhalten haben. Für die Bohrungen werde das Bahnunternehmen mit «Bohrgeräten und Baggern» auffahren, schreibt die IG Riedbach.

Landbesitzer angefragt

Das Bahnunternehmen bestätigt, dass es noch in diesem Jahr «Bodenproben im Gebiet Chliforst Nord machen will». Es habe die Anwohner darüber «frühzeitig» mit einem Schreiben informiert.

BLS-Sprecherin Tamara Traxler betont, dass die BLS «verantwortungsvoll mit dem Gebiet für die geplante Werkstätte in Chliforst Nord umgehe». Zusammen mit Fachexperten will sie Massnahmen für die Umwelt umsetzen. Man prüfe nun vertieft vor Ort, was es beim Bau zu beachten gebe. Die BLS wolle Waldränder aufforsten, Bäche renaturieren sowie Feuchtwiesen als Lebensraum für Tiere anlegen. «Die Bodenproben werden dabei helfen, diese Massnahmen zu konkretisieren», betont Traxler.

Die IG Riedbach betont zudem, dass die BLS für die Durchführung der Proben die Einwilligung der Landbesitzer einholen müsse. Die BLS hält dazu fest, dass sie mit den Landbesitzern im Gespräch sei, um die nötigen Vereinbarungen zu erhalten.

Die BLS ist am Zug

Die BLS erarbeitet derzeit das sogenannte Plangenehmigungsgesuch für die Werkstätte. Dieses entspricht in einem Baubewilligungsverfahren dem Baugesuch. Das Bahnunternehmen will das Gesuch im nächsten Jahr beim Bundesamt für Verkehr einreichen. Die IG Riedbach hat bereits früher angekündigt, eine Plangenehmigung bis vor das Bundesgericht anzufechten.

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