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Die Alltagsroutine unterhalb der Gürtellinie

Im Aufenthaltsraum hängt der Putzplan. In der Küche köchelt das Mittagessen. Bald ist Betriebsweihnacht. Da singen Brigitte, Kitty und Eva vom Jesuskind. Die Adventstür vom 20. Dezember öffnet sich zu einem Bordell.

Private Tür: Beim Hauseingang weist nichts auf ein Bordell  hin.
Private Tür: Beim Hauseingang weist nichts auf ein Bordell hin.
Andreas Blatter
Dunkle Triebe: «Wir erfüllen fast alle Wünsche unserer Kunden», verspricht Salonbetreiberin Brigitte.
Dunkle Triebe: «Wir erfüllen fast alle Wünsche unserer Kunden», verspricht Salonbetreiberin Brigitte.
Andreas Blatter
Saubere Arbeit: Kitty und Eva putzten die Folterkammer.
Saubere Arbeit: Kitty und Eva putzten die Folterkammer.
Andreas Blatter
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Im Sadomasozimmer steht ein Streckbett. Die rote Kurbel ragt hervor. «Stolpern Sie nicht, das tut weh», sagt Brigitte.

Sie will, dass wir sie so nennen, kein Nachname. Die 42-Jährige betreibt in einem Berner Vorort ein Bordell. Keine Schmuddelabsteige, keine Zuhälter, kein Frauenhandel. Wenn man akzeptiert, dass das Sexgewerbe zu unserer Gesellschaft gehört, und der Eindruck des Besuchers nicht trügt, ist es ein gut geführter Betrieb.

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