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Des Pfarrers Leben gerät durcheinander

Seit dem frühen Tod seiner Mutter sei es ihm nicht mehr so schlecht gegangen, sagt Marian Miklaszewski. Der polnische Priester will nicht glauben, dass er wirklich abberufen wird. Am schwersten nagt der Verdacht, er habe eine Mitarbeiterin belästigt.

Hier ist er nur noch selten anzutreffen: Pfarrer Marian Miklaszewski (51) bei der Kirche St. Michael in Wabern.
Hier ist er nur noch selten anzutreffen: Pfarrer Marian Miklaszewski (51) bei der Kirche St. Michael in Wabern.
Stefan Anderegg

Marian Miklaszewski ist ein gutaussehender Mann. Er trägt ein weisses Hemd, sieht sportlich aus. Als er sich für den Fotografen vor die Kirche St.Michael in Wabern stellt, hält er den Autoschlüssel in der linken Hand. Er ist in den letzten Wochen immer auf dem Sprung. Im Pfarrhaus, das an die Kirche angebaut ist, ist er selten anzutreffen. Mit dem Audi A2 fährt er immer wieder ins italienische Assisi. Und mit einem Freund, der dort wohnt, weiter nach Polen, seinem Heimatland. Das sind fast 2000 Kilometer und 20 Fahrstunden, die der Priester unter die Räder nimmt. Möglichst weit weg von Wabern – «obwohl mir die Pfarrei ans Herz gewachsen ist», wie er betont. Der Arzt habe ihm zu einer Umgebung geraten, die ihm wohlgesonnen ist, sagt er.

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