«Der Wolf trabte einfach vor unserer Haustüre vorbei»

Einmal mehr wurde am Montag in der Region Thun ein Wolf gesichtet: Leser Thomas Hochuli konnte das Tier vor seiner Haustüre in Heimenschwand ablichten.

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«Erst dachte ich, es sei ein Schäferhund», erzählt Thomas Hochuli über die Beobachtung, die er gestern Morgen machte. «Doch als ich näher hinschaute, erkannte ich, dass es sich um einen Wolf handeln musste. Er trug sogar etwas in seiner Schnauze, das aussah wie ein Hase.»

Der Wolf sei morgens um 9 Uhr seelenruhig vor seiner Haustüre an der Farnere 2 in Heimenschwand vorbeispaziert. Selbst als er das Fenster öffnete, um das Wildtier zu fotografieren, sei der Wolf nicht davongerannt, erzählt der 63-Jährige.

«Er bog dann lediglich in die Strasse, die vor unserem Haus vorbeiführt, ein und trabte locker davon.» Für Thomas Hochuli war die heutige Beobachtung «ein ganz spezieller Moment», wie er sagt. «Wir sehen hier regelmässig Rehe, Hasen und Füchse, aber einen Wolf haben wir noch nie zu Gesicht bekommen.»

«Ziemlich sicher ein Wolf»

Jagdinspektor Niklaus Blatter bestätigte gestern auf Anfrage, eine entsprechende Meldung samt Bildern erhalten zu haben: «Es ist gut möglich, dass es sich um einen Wolf handelt», meinte er nach deren Sichtung. «Aber erst die Auswertung von DNA-Spuren würde den 100-prozentigen Beweis liefern.»

Ist es der Wolf von Röthenbach?

Bereits vor etwas mehr als zwei Monaten wurde in Röthenbach ein Wolf beobachtet (wir berichteten): Die beiden Sichtungsorte liegen lediglich sechs Kilometer voneinander entfernt. Wölfe können innerhalb kurzer Zeit grosse Distanzen zurücklegen. In einer einzigen Nacht sind es gut und gerne sechzig Kilometer.

Deshalb ist es gut möglich, dass es sich um dasselbe Tier handelt. Ein weiteres Indiz für diese Vermutung ist, dass sich auch der Wolf in Röthenbach von den Menschen nicht aus der Ruhe bringen liess. Diese konnten damals ebenfalls Bilder und sogar ein Video machen. don/rop (don/rop)

Erstellt: 05.02.2018, 17:37 Uhr

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