Der Wärmeverbund soll seinen Betrieb im Herbst 2019 aufnehmen

Bolligen/Stettlen

Die ersten Arbeiten für den geplanten Wärmeverbund sind angelaufen und das Baugesuch für die Holzheizzentrale wurde eingereicht. Gegen Ende 2019 soll sie ihren Betrieb aufnehmen.

Ab der Heizsaison 2019/2020 sollen dann alle Kunden – dazu gehören unter anderem das Reberhaus (Bild) und die Wohnbaugenossenschaft Sonnenrain – mit erneuerbarer Energie versorgt werden.

Ab der Heizsaison 2019/2020 sollen dann alle Kunden – dazu gehören unter anderem das Reberhaus (Bild) und die Wohnbaugenossenschaft Sonnenrain – mit erneuerbarer Energie versorgt werden.

(Bild: Stefan Anderegg)

Bolligen eignet sich gut für einen Wärmeverbund. Das erklärten die Verantwortlichen des Konsortiums der AEK Energie AG und Elektra Baselland in der Vergangenheit immer wieder. Das Gebiet sei dicht bebaut, zudem bestehen bereits zwölf Kleinverbunde, die mit Erdöl heizen.

Zum Teil herrscht dort Sanierungsbedarf, weshalb das Interesse an einem Anschluss an den Wärmeverbund vorhanden sei. Die Verantwortlichen haben mit diesen Aussagen recht behalten. Der Wärmeverbund Bolligen-Stettlen wird Tatsache. In der Wohnsiedlung Lutertalin Bolligen wurde die sanierte und umgebaute Wärmezentrale Mitte September in Betrieb genommen. Dadurch wird bereits ein Drittel der geplanten Wärmeenergie an die Kunden geliefert.

Baugesuch eingereicht

Ab der Heizsaison 2019/2020 sollen dann alle Kunden – dazu gehören unter anderem das Reberhaus und die Wohnbaugenossenschaft Sonnenrain – mit erneuerbarer Energie versorgt werden. Die Energie liefern wird eine neue Holzschnitzel-Heizzentrale in Stettlen. Die sanierte Zen­trale im Lutertal dient künftig nur noch als Absicherung und bei Spitzenlast.

Für das Leitungsnetz haben die Grabarbeiten bereits begonnen. Im Frühling 2019 startet dann der Bau der Fernwärme­leitung zur neuen Zentrale in Stettlen. Zeitgleich soll der Neubau der Holzschnitzel-Heizzentrale im Gewerbegebiet Schwandiwald beginnen.

«Das Baugesuch dafür wurde eingereicht und wird aktuell geprüft», sagt Konrad Gisler, Projektverantwortlicher des Konsortiums. «Über 90 Prozent der Fernwärme sollen mit Holzschnitzeln aus der Region produziert werden.» Die Investitionskosten für das Gesamtprojekt betragen rund 20 Millionen Franken. Dabei unterstützt der Kanton Bern das Projekt mit einem Förderbeitrag von 1,45 Millionen Franken.

Schon jetzt seien weitere Etappen geplant, so Gisler.«Vorerst stehen die gemeindeeigenen Liegenschaften in Stettlen wie die Schulanlage Bleiche sowie das angrenzende Mehr­familienhausquartier im Fokus.» Später möchten die Verantwortlichen den Wärmeverbund vergrössern und verdichten, sofern genügend Kundeninteresse besteht.

spy

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