Der Stadtrat wurde linker und liberaler

Bern

Anhand der neuen Sitzverteilung gab es im Stadtrat einen leichten Linksrutsch. Doch auf den zweiten Blick ist der Linksrutsch deutlicher. Die Smartvote-Analyse zeigt: Die gewählten Politiker sind linker und liberaler als vor vier Jahren.

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Ralph Heiniger

3 Sitze haben die Stadtberner Linksparteien bei den Stadtratswahlen am Sonntag gewonnen. Die Linke hält in der nächsten ­Legislatur also 39 von 80 Sitzen. Lediglich ein moderater Linksrutsch, wenn man die Kräfteverhältnisse der Parteien vergleicht.

Doch wenn man die Meinungen und Positionen der gewählten Politikerinnen und Politiker von 2016 mit denjenigen von 2012 vergleicht, fällt auf: Der Linksrutsch ist deutlicher, als es die Kräfteverhältnisse der Par­teien suggerieren. Das zeigt eine Analyse von Smartvote. «Vor allem die SP ist bezüglich der 17 ausgewerteten Fragen nach links gerutscht», sagt Smartvote-Politologe Michael Erne.

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Ein Beispiel: 2012 war ein härteres Vorgehen gegen Sachbeschädigungen und Vandalismus bei der SP noch fast mehrheitsfähig. 2016 war dieses Anliegen bei den Genossen chancenlos.

Erne relativiert allerdings: «Unsere Analyse bezieht sich lediglich auf 17 Fragen, welche sowohl 2012 als auch 2016 in identischer oder zumindest sehr ähnlicher Form gestellt wurden.» Der gesamte Fragebogen von Smartvote umfasst rund 60 Fragen. Dieses Resultat ist zwar ein Gradmesser, umfasst aber nicht alle relevanten Themen der Stadtpolitik.

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