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Der Schwung ist erlahmt

Die Könizer Katholiken blicken in einem neuen Buch zurück auf das Werden ihrer Pfarrei – und stellen fest: Die Zeiten des Aufbruchs, in denen das heutige Zentrum St.Josef entstanden ist, sind vorbei.

Die Katholiken erleben mit Verzögerung, was bei den Reformierten schon länger Thema ist: Bernhard Waldmüller, Dekanatsleiter.
Die Katholiken erleben mit Verzögerung, was bei den Reformierten schon länger Thema ist: Bernhard Waldmüller, Dekanatsleiter.
Urs Baumann

«Im Kirchenraum habe ich mich sofort wohl gefühlt. Auch wenn die typisch katholischen Elemente nicht fehlen, sind diese ganz dezent gehalten. Das Kreuz ist nicht ein Kruzifix, der Beichtstuhl mehr ein Seelsorgezimmer. Trotzdem ist der Weihrauch deutlich zu riechen.»

So schildert eine reformierte Theologin im neuen Pfarreibuch, wie sie die katholische Kirche in Köniz erlebt. St.Josef heisst das gut zwanzig Jahre alte kirchliche Zentrum an der Stapfenstrasse, und es steht für den Aufbruch, der die Katholiken um 1990 erfasst hatte. Zugleich drückt es aus, welch grosse Schritte die Konfessionen aufeinander zu machten. Die katholische Minderheit hatte im durch und durch reformierten Bern nicht mehr so viel Exotisches an sich wie früher, als ihre Mitglieder als «Papisten» schräg angeschaut wurden.

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