Der SCB kann neuerdings auch Italienisch

Die Besseresser waren auf ein Znacht im neu eröffneten Restaurant Mappamondo in der Berner Länggasse.

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Satte zwei Jahre war das Mappamondo geschlossen, nachdem der Regierungsstatthalter dem letzten Pächter den Laden dichtgemacht hatte. Nach wüsten Szenen und einer längeren Funkstille übernahm das Restaurant einmal mehr der SCB mit seinem Tochterunternehmen Sportgastro, der sich langsam zu einem der grössten Gastrounternehmen der Stadt mausert. Erstmals in der Länggasse, führt er den Italiener seit Anfang Jahr in gewohnter Manier weiter. Eine Bar, ein Restaurant und am Mittag Selbstbedienung.

Die Länggässler haben das Mappamondo vermisst – so scheint es auf jeden Fall: Am Samstagabend ist das grosse Restaurant gut besucht, beinahe hätte sich der Verzicht auf eine Reservation als leichtsinnig erwiesen. Die Renovation des Lokals ist gelungen, es ist trotz niedriger Decke hell und gemütlich.

Nach dem Studium der (grossen) Speisekarte entscheidet sich der Besseresser für eine Tomatensuppe (Fr. 10.50), die Besseresserin probiert die Crostini mit Leber-, Artischocken- und Tomatenpâté (Fr. 8.50). Beides eine gute Wahl, die Leberpâté schmeckt genau wie im Piemont. Allerdings ist der Teller mit drei Crostini etwas gar klein geraten.

Beim Hauptgang dann scheiden sich die Geister: Dem Besseresser mundet die Kalbsleber alla veneziana mit Bratkartoffeln (Fr. 28.50) ausgezeichnet, die Besseresserin hätte sich aber besser einen anderen Pastateller ausgesucht. Die Pennette an Tomaten und Backenspeck (Fr. 23.50) schmecken zwar ordentlich. Spätestens bei der zweiten Gabel drängt sich aber der Gedanke auf, dass man das ohne grosse Mühe raffinierter hingebracht hätte. Dafür müssten die Besseresser nicht ins Restaurant. Die Gerichte auf den Tellern der Tischnachbarn sahen aber allesamt lecker aus, wir werden sicher noch einen weiteren Versuch wagen.

Und zu guter Letzt hat das Restaurant einen Pluspunkt mit grossem Spassfaktor im Keller: die Kegelbahn. Wer Lust hat, geht einfach eine Runde spielen – die Bahnen funktionieren unkompliziert mit Münzeinwurf.

Die gesammelten Rezensionen:

Berner Zeitung

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