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Der neue Damm hat den Test bestanden

Die Arbeiten für das Wasserbauprojekt an der Aare sind abgeschlossen. Der neue Weg ist offen.

Aaredamm im Selhofen Zopfen: Der Fussweg führt durch das Naturschutzgebiet.
Aaredamm im Selhofen Zopfen: Der Fussweg führt durch das Naturschutzgebiet.
Urs Baumann

Die Arbeiten für das Wasserbauprojekt im Gebiet Selhofen Zopfen bei Kehrsatz und Belp sind grösstenteils abgeschlossen. «Es lief alles nach Plan», sagt Projektleiter Adrian Fahrni vom zuständigen Oberingenieurkreis.

Heute wird der Fussweg über den neuen Aaredamm eröffnet. Fussgänger dürfen den neuen Weg nicht verlassen, damit Pflanzen und Tiere nicht gestört werde. Er führt durch ein Naturschutzgebiet von nationalem Interesse.

Neues Auengebiet

Die Bauarbeiten begannen im April 2014. Der Aaredamm wurde zurückversetzt. Wenn der Fluss viel Wasser führt, wird das Auengebiet bis zum neuen Damm überflutet. Dies sei ab einer Abflussmenge von 250 Kubikmetern pro Sekunde der Fall, sagt Fahrni. Die Massnahmen sollen zudem mehr Schutz vor Überschwemmungen bieten.

Das Hochwasser im Mai stellte einen ersten Test dar. «Die Überflutung hat sich bewährt», sagt Fahrni. Der Damm habe standgehalten und sei auch bei einem Abfluss von 500 Kubikmetern nirgends überströmt worden.

Naturschützer und -freunde kritisierten allerdings das Projekt. «Natürlich war das ein harter Eingriff», sagt Fahrni. Es wurden viele Bäume gerodet. Doch das Gebiet werde sich «relativ schnell» erholen, sagt Fahrni.

So sei es auch beim Mitteldamm zwischen der Aare und der Gürbe gewesen, der 2006 gebaut wurde. «Am Anfang sah er wie eine Steinwüste aus.» Aber schon nach zwei Jahren seien die ersten Forderungen gekommen, die Sträucher zurückzuschneiden.

Projekt fast beendet

Nun ist das Wasserbauprojekt an der Gürbemündung fast abgeschlossen. Dazu gehörten die Sanierung des Mitteldamms, die Arbeiten entlang der Gürbe und beidseits der Aare. Die Massnahmen auf der Muri-Seite wurden vor rund zwei Jahren umgesetzt.

Das Kostendach von 21,4 Millionen Franken werde möglicherweise nicht ganz ausgeschöpft, sagt Fahrni. Die Kosten teilen sich Bund (12,9 Millionen), Kanton (5,8 Millionen) und die Gemeinden Belp, Kehrsatz, Köniz und Muri (2,7 Millionen).

BZ/rei

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