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Der neue Berner Sommerdrink?

BernDer Lorraineladen hat ein eigenes alkoholfreies IPA produziert. Ein willkommene Abwechslung für warme Sommertage.

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Ich trinke gerne Bier. Und ich bin schwanger. Das führt zu vielen peinlichen Sekunden, wenn ich in der Beiz überlege, was ich jetzt trinken soll. Vor der Schwangerschaft war das ja leicht, da gab es für mich als Berner Oberländerin meistens ein Rugenbräu. Oder dann etwas Deftigeres, Bitteres, am liebsten ein IPA von Brewdog.

Also … Ice Tea? Cola? Tee? – Am Ende entscheide ich mich meistens für ein Mineralwasser. Die alkoholfreien Biere der gängigen Marken wie Feldschlösschen oder ein Erdinger Weissbier habe ich schon durch. Sie haben mich nicht wirklich überzeugt.

Doch Daniel König, Leiter des Lorraineladen (Lola) der Stiftung Contact, schafft Abhilfe für mich und viele andere, die gerne mal einen guten, aber alkoholfreien Gerstensaft trinken möchten. Seit zwei Wochen gibt es im Lola das Lola Bier zu kaufen.

Der Geschmack im Vordergrund

Es schmeckt im ersten Moment sehr fruchtig, dann kommt das Bittere durch. Leicht und trotzdem hopfig fühlt sich das Ganze an. «Wir wollten einfach ein alkoholfreies Bier machen, das auch nach Bier schmeckt», so König. «Und dabei unbedingt den IPA-Geschmack hinbringen», ergänzt Markus Omlin, Partner bei Lola Cola. Denn alkoholfreie IPA-Biere sind eine Marktlücke.

India Pale Ales (IPA) wurden ursprünglich in Grossbritannien für die indischen Kronkolonien zubereitet, daher der Name. Das mit einem grossen Gehalt an Hopfen, damit das Bier auch nach der langen Überfahrt noch trinkbar war. IPA-Biere sind grundsätzlich sehr hopfig und bitter, mit einer fruchtigen Note. Das Lola-Bier erfüllt diese Erwartungen trotz fehlendem Alkoholgehalt.

Auf der Suche nach der geeigneten Brauerei wurden Daniel König und Markus Omlin erst ennet der Landesgrenze fündig. Sie arbeiten mit der Nittenau Brauerei in der Oberpfalz zusammen, die dasselbe alkoholfreie IPA-Bier unter anderem Namen auch in Deutschland vertreibt.

«Das Produkt ist ganz klar eine Innovation.»Markus Omlin

«Das Produkt ist ganz klar eine Innovation», erklärt Omlin. Die Hefe sei bei der Herstellung eines alkoholfreien Bieres der Knackpunkt. Es brauche eine spezielle Hefe, bei welcher der Malzzucker beim Brauen nicht in Alkohol umgewandelt wird.

Anders läuft es bei den grossen Bierherstellern: Dort wird das alkoholfreie Bier wie ein normales hergestellt und der Alkohol am Schluss «rausgejagt». «Dadurch schmecken diese alkoholfreien Biere viel flacher», sagt Omlin.

Bis Basel und Zürich

In Bern kann man das Lola Bier im Barbière sowie im Adrianos bestellen, «die Rückmeldungen sind sehr gut», so König. In der etwas unerwarteten Kombination mit Eis, «könnte es ein neuer Sommerdrink werden».

Natürlich ist es auch im Lorraineladen zu kaufen (für 3.50 Franken). Die Etikette kommt im gewohnten «Lola-Look» vom Berner Grafiker Marc Hohn daher: Rhomben in zwei Farben. «Wir haben bewusst die traditionellen Bierfarben gelb und braun gewählt», so König.

«Es könnte ein neuer Sommerdrink werden.»Daniel König

Das Lola Bier ist die vierte Eigenkreation des Lola. Im April 2015 lancierte Daniel König das Lola Cola. Es folgte das Lola Cola Null und die Lola Limo. Das Lola Bier wird in Mehrwegflaschen abgefüllt.

König ist daran, das alkoholfreie IPA noch an weitere Restaurants in Bern und auch Zürich zu verkaufen. Die Basler Brauerei Volta Bräu verkauft das Bier bereits. «Fürs erste haben vier 4000 Flaschen produzieren lassen», sagt König. Die Vorlaufzeit betrage acht Wochen, was viel Planung erfordere.

Das Lola-Bier ist definitiv mehr als eine Alternative, speziell an warmen Sommertagen. Auch für Nicht-Schwangere.

Alle Infos um die Lola-Produkte auch unter lolacola.ch. (Bernerzeitung.ch/Newsnet)

Erstellt: 22.04.2017, 09:43 Uhr

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