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Der neue Bahnhof interessiert

Für den Aus­bau des Bahnhofs Jegenstorf ­stehen zwei Varianten zur ­Diskussion: ein Neubau auf der grünen Wiese oder eine Erweiterung am aktuellen Standort. Die Mitwirkung stiess auf grosses Interesse.

Skizze der Ausbauvariante: Die Perrons werden in Richtung Urtenen auf 190 Meter verlängert.
Skizze der Ausbauvariante: Die Perrons werden in Richtung Urtenen auf 190 Meter verlängert.
zvg

Der Bahnhof Jegenstorf ist in ein paar Jahren zu klein. Einerseits ist er nicht gerüstet für die län­geren Zugkompositionen, andererseits kann er die zusätzlichen Fahrgäste nicht schlucken. Deshalb plant der Regionalver­kehr Bern-Solothurn (RBS) den «Bahnhof Jegenstorf 2025».

Nach einer langen Planungsphase haben RBS und Gemeinde vor einem Monat die beiden Best­varianten vorgestellt: den Ausbau am bestehenden Standort und den Neubau auf der grünen Wiese in Richtung Solothurn. Aus raumplanerischer Sicht sind beide Varianten realisierbar.

Keine Tendenz erkennbar

Das Thema neuer Bahnhof bewegt die Bevölkerung. Am Informationsabend war die Aula voll. Und über 300 Organisationen, Parteien und Einzelpersonen hätten während der einmonatigen Mitwirkungsfrist eine Eingabe gemacht, sagt der Jegenstorfer Gemeindeschreiber Richard Holzäpfel.

Die Spannbreite reiche vom einfachen Ausfüllen des Fragebogens bis zu konkreten Ideen. Eine qualitative Aussage sei noch nicht möglich, sagt Holzäpfel, aber: «Eine klare Tendenz zu einer der beiden Varianten kann noch nicht ausgemacht werden.»

Die SP Jegenstorf schreibt in einer Mitteilung, dass sie sich «eindeutig» für den Ausbau am heutigen Standort ausspricht. Diese Variante brauche weniger Kulturland, und das Ortszentrum mit seinen Läden bleibe attraktiv.

Die SP befürchtet zudem, dass bei einem Neubau das alte Bahnhofareal über Jahre eine Brache bliebe. Bei einem Ausbau des aktuellen Standorts müsse das Thema einer Unterführung nochmals angeschaut werden.

Entscheid im April

Der RBS und die Gemeinde werden nun ein Planungsbüro beauftragen, die Eingaben aus der Mitwirkung auszuwerten und einen Bericht zu verfassen. Parallel dazu verläuft auch die Konsultation bei den Ämtern des Kantons und des Bundes. Der Mitwirkungsbericht werde veröffentlicht, denn jeder, der eine Eingabe verfasste, habe das Anrecht auf eine Einsichtnahme, betont Richard Holzäpfel.

Voraussichtlich im nächsten April wollen der RBS und die Gemeinde den Standortentscheid fällen. Anschliessend geht die Projektierung los, und das so­genannte Plangenehmigungsverfahren beginnt.

Zuständig für die Baubewilligung ist das Bundesamt für Verkehr. Der Aus- respektive der Neubau ist ab 2023 vorgesehen, die Inbetriebnahme des neuen Bahnhofs könnte im Jahr 2025 erfolgen.

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