«Der Entscheid der Stadt Bern hat uns schockiert»

Letzte Woche vergab der Gemeinderat die dreijährige Zwischennutzung der Schützenmatte an den Verein «PlatzKultur». Die Veranstalter des Neustadt-Lab fühlen sich deshalb kalt übergangen.

Das Projekt seines Vereins wurde nicht berücksichtigt: Juerg Luedi, Platzwart des Neustadt-Labors.

Das Projekt seines Vereins wurde nicht berücksichtigt: Juerg Luedi, Platzwart des Neustadt-Labors. Bild: Raphael Moser

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

In drei Wochen ist das Neustadt-lab 2018 auf der Schützenmatte Geschichte. Zum vierten Mal in Folge belebte der Verein Neustadt Bern den Platz neben der Reitschule während den Sommermonaten mit Kultur, Bars und sonstigen Aktionen.

Wenn es nach ihnen gegangen wäre, hätte es im Oktober nahtlos so weiter gehen können. Nach jahrelangem Hin und Her bleibt die «Schütz» nämlich künftig auch in den Herbst-, Winter- und Frühlingsmonaten verkehrsfrei und kann als Kulturstätte genutzt werden.

Der Verein Neustadt Bern gehörte zu den drei Bewerbern für die dreijährige Zwischennutzung. Nach vier erfolgreichen Ausgaben machten sie sich grosse Hoffnungen, dass sie den Zuschlag der Stadt Bern erhalten werden. Aber es kam anders.

Die Stadt berücksichtigte das Projekt «PlatzKultur» von Christoph Ris und Kevin Liechti, die beide der Reitschule nahe stehen. «Die Reitschule ist in diesem Perimeter ein wichtiger Player. Man muss sie kennen, um kooperieren zu können», sagte Stapi Alec von Graffenried nach der Vergabe. «Ris und Liechti haben am deutlichsten signalisiert, dass sie physisch auf dem Platz präsent sein werden. Das hat für sie gesprochen.»

Entscheid ist ein Todesstoss

Diese Begründung leuchtet den Neustadt-lab-Veranstaltern überhaupt nicht ein. «Der Entscheid der Stadt hat uns schwer getroffen und schockiert und uns sprachlos gemacht», schreibt der Verein in einer Stellungnahme auf der eigenen Website.

Besonders getroffen habe sie die Aussage des Nachfolgeprojektes «PlatzKultur». Diese sagten gegenüber der Zeitung «Der Bund», dass sie das Konzept des Neustadt-Labs mehr oder weniger übernehmen wollen. «Wie kann ein Nachfolgeprojekt, das ausdrücklich den Neustadt-labgedanke weiterführen will, besser sein als das Original?», fragen sich die Neustadt-Leute.

Der Entscheid der Stadt Bern ist der Todesstoss für den Verein. Man werde die verbleibenden drei Wochen noch positiv zu Ende führen, schreiben sie. Nach dem Abschlussfest am 22. September werde sich das Projekt aber «aus Bern verabschieden». (Berner Zeitung)

Erstellt: 01.09.2018, 18:02 Uhr

Artikel zum Thema

Jetzt ist die Schütz wieder ein Labor

Am Samstag beginnt wieder das Neustadt-Labor auf der Schützenmatte. Kunst, Kultur und Konzerte nach dem «Jeder kann mitmachen»-Prinzip finden bis Mitte September statt. Mehr...

Verein «PlatzKultur» erhält Zuschlag für die Berner Schützenmatte

Bern Für das Platzmanagement der Berner Schützenmatte wird die nächsten drei Jahre der Verein «PlatzKultur» zuständig sein. Auf dem Platz soll wieder ein bisschen «Ordnung» geschaffen werden. Mehr...

Schützenmatt ab Montag autofrei

Bern Ab Montag kann auf der Berner Schützenmatte nicht mehr parkiert werden. 124 Autoparkplätze werden aufgehoben. Mehr...

Marktplatz

Immobilien

Kommentare

Newsletter

Das Beste der Woche.

Endlich Zeit zum Lesen! Jeden Freitag um 16 Uhr Leseempfehlungen fürs Wochenende. Den neuen Newsletter jetzt abonnieren!

Die Welt in Bildern

Unter Pausbacken: Eine Verkäuferin bietet an ihrem Stand im spanischen Sevilla Puppen feil. (13. November 2018)
(Bild: Marcelo del Pozo ) Mehr...