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Der Bauriese kehrt nach Bern zurück

Losinger Marazzi hat seinen Hauptsitz seit Freitag wieder in der Stadt Bern. 200 Arbeitsplätze ziehen von Köniz auf das Wankdorf-City-Areal. Ganz zur Freude des Berner Finanzdirektors.

Der Hauptsitz des Bauunternehmens Lsoinger Marazzi befindet sich neu auf dem Wankdorf-City-Areal.
Der Hauptsitz des Bauunternehmens Lsoinger Marazzi befindet sich neu auf dem Wankdorf-City-Areal.
Stefan Anderegg

Seit Freitag ist der Hauptsitz der Firma Losinger Marazzi AG ­wieder in der Stadt Bern. Das ­Gebäude Twistagain auf dem Wankdorf-City-Areal ist neuer Arbeitsplatz von rund 200 Mitarbeitern der Generalunternehmung und Projektentwicklerin.

Wegen Platzmangel verlegte die damalige Losinger Construction AG vor zehn Jahren ihren Hauptsitz von der Scheibenstrasse in der Stadt Bern nach Köniz. Alec von Graffenried, Direktor bei ­Losinger Marazzi, sprach am Freitag von einer Heimkehr. «Es war immer unsere Absicht, wieder nach Bern zurückzukehren. Losinger Marazzi und Bern gehören zusammen.»

Nicht nur die Rückkehr in die Stadt ist für den GFL-Politiker ein Grund zur Freude, sondern auch die bauliche Qualität des neuen Hauptsitzes. «Es handelt sich um das erste Gebäude in der Schweiz, welches nach dem deutschen Gütesiegel für nachhal­tiges Bauen in der Goldkategorie zertifiziert wurde», sagt von Graffenried.

Der Bau zeichne sich unter anderem durch höchste Energieeffizienz, hervorragende Arbeitsplatzqualität und die gute Erschliessung durch den ÖV aus. Zudem entstand er auf einer Industriebrache und leiste damit einen Beitrag zur Stadterneuerung. Damit entspreche der neue Hauptsitz auch der Firmenstrategie von Losinger Marazzi, so von Graffenried.

Des einen Freud . . .

In der Stadt ist die Freude über den Neuzuzüger gross. Finanzdirektor Alexandre Schmidt (FDP) spricht von einem Glücksmoment und betont die Bedeutung von Arbeitsplätzen und Unternehmen für die Stadt Bern. «Das Erwirtschaften kommt vor dem Verteilen. Die Entwicklung von Wankdorf-City ist ein Erfolg. Mich nimmt es in die Pflicht, weiter die Ärmel hochzukrempeln und mich für mehr Unternehmen und mehr Arbeitsplätze in Bern einzusetzen», so Schmidt.

Wie viel Steuern wird Losinger Marazzi in Bern bezahlen? Das Unternehmen hält sich naturgemäss bedeckt. Auch der Berner Gemeinderat Alexandre Schmidt mag sich auf keine Zahl festlegen. Der Könizer Gemeindepräsident Ueli Studer (SVP) erklärt derweil nur, dass Losinger Marazzi ein «wichtiger und guter Steuerzahler gewesen sei».

Studer bedauert den Wegzug des Hauptsitzes, relativiert aber gleich wieder: Seit dem Zuzug der Firma vor sieben Jahren sei stets im Raum gestanden, dass sie irgendwann wieder wegziehen werde. In der Kasse werde die Gemeinde den Ausfall zwar spüren. Auf der anderen Seite stelle man seit ein paar Jahren für genau solche Fälle Geld zurück. Diese Reserve erlaube es, Schwankungen bei den juristischen Personen aufzufangen.

Zudem hofft Studer, dass das Gebäude an der Sägestrasse, in dem Losinger Marazzi bislang eingemietet war, nicht lange leer bleibt. Ja, vielleicht folge ja wieder ein guter Steuerzahler: «Ich hatte ein paar Anfragen von Firmen, die gerne nach Köniz kommen möchten», meint er.

Post und Twistagain

Im Jahr 1917 wurde Losinger AG in Burgdorf gegründet. Vor zehn Jahren schlossen sich Losinger und Marazzi zusammen. Auf dem Wankdorf-City-Areal baute die Firma Losinger Marazzi AG bereits das neue Postgebäude und natürlich den eigenen Bürokomplex Twistagain.

skk/rah

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