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Demo gegen Hausräumung: Polizei setzte Gummischrot ein

Am Mittwochabend demonstrierten Aktivisten in Bern gegen die Hausräumung an der Effingerstrasse. Die Polizei war mit einem Grossaufgebot vor Ort und setzte Gummischrot ein. Es kam zu massiven Sachbeschädigungen.

An der Bushaltestelle Bollwerk wurden alle Scheiben kaputtgeschlagen. Der Billettautomat, welcher ebenfalls eingeschlagen wurde, ist mittlerweile repariert worden.
An der Bushaltestelle Bollwerk wurden alle Scheiben kaputtgeschlagen. Der Billettautomat, welcher ebenfalls eingeschlagen wurde, ist mittlerweile repariert worden.
Florine Schönmann
Ebenfalls stark beschädigt ist die UBS-Filiale in der Länggasse.
Ebenfalls stark beschädigt ist die UBS-Filiale in der Länggasse.
Florine Schönmann
Mit diesem Transparent machten Aktivisten beim Vorplatz der Reitschule auf die spontane Kundgebung aufmerksam.
Mit diesem Transparent machten Aktivisten beim Vorplatz der Reitschule auf die spontane Kundgebung aufmerksam.
Facebook/RaumRaub
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Auf Facebook wurde am Mittwochabend spontan zu einer «Demo gegen die Räumung der #Effy29, Verdrängung, Aufwertung & Kapitalismus» aufgerufen. Um 20 Uhr formierten sich die Aktivisten auf dem Vorplatz der Berner Reitschule zu einem Demonstrationsumzug.

Kurz darauf setzte sich der Umzug aus dem Raum Reitschule in Richtung Henkerbrünnli und Länggasse in Bewegung. Die Kantonspolizei Bern war mit einem Grossaufgebot präsent und liess den Umzug vorerst laufen. Dieser führte gemäss Medienmitteilung der Polizei von der Schützenmatte in Richtung Bierhübeli, Mittelstrasse, Länggasse und Hallerstrasse. Offenbar wurden Polizisten gezielt mit Pflastersteinen, Petarden, Eisenstangen und Tischen attackiert.

Sowohl im Raum Bollwerk als auch in der Länggasse kam es zu massiven Sachbeschädigungen. Die Bushaltestelle von Bernmobil am Bollwerk wurde zertrümmert, in die Eingangstür der UBS-Filiale in der Länggasse wurde in gestohlener Reifen geschmettert, die Scheiben wurden eingeschlagen, der Bancomat zertrümmert.

Polizei setzte Gummischrot ein

Als Reaktion auf die Sachbeschädigungen wurde der Umzug auf der Höhe Hallerstrasse gestoppt und abgedrängt. Die Polizei setzte Gummischrot ein. Der Umzug bewegte sich in der Folge zurück auf die Schützenmatte.

Zwischen 20.30 Uhr und 22 Uhr waren das Bollwerk sowie die Lorrainebrücke komplett abgeriegelt. Deswegen konnten auch mehrere Bernmobil-Buslinien nicht planmässig verkehren.

  • Die Linie 12 war zwischen Bern Bahnhof und Länggasse unterbrochen.
  • Die Linie 20 war zwischen Bern Bahnhof und Gewerbeschule unterbrochen.
  • Die Linie 11 war zwischen Bern Bahnhof und Neufeld unterbrochen.
  • Die Linie 21 war zwischen Bern Bahnhof und Bierhübeli unterbrochen.

Seit kurz nach 22 Uhr ist die Lorrainebrücke sowie das Bollwerk wieder für den Verkehr geöffnet, alle Buslinien verkehren wieder nach Fahrplan.

Noch am späten Mittwochabend äusserten sich Demonstranten auf der Facebook-Seite «RaumRaub» zu den Protesten und zu den Sachbeschädigungen: «Wir nahmen uns heute die Strasse, weil ihr unsere Freund*innen nehmt, weil ihr unsere Häuser nehmt und weil ihr wollt, dass wir nach eurer stinkenden Logik funktionieren», schreiben sie dort.

Die Kantonspolizei Bern hat angekündigt, im Verlaufe des Donnerstagmorgens nähere Informationen zu den Geschehnissen am Mittwochabend zu kommunizieren.

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