Das Parlament bekennt sich zum Hochhaus

Müri-Gümligen

Mit seinem Ja zu einem Landhandel schiebt das Parlament von Muri-Gümligen das Hochhausprojekt definitiv an.

Beim Moos-Kreisel soll ein 60 Meter hohes Hochhaus entstehen.

Beim Moos-Kreisel soll ein 60 Meter hohes Hochhaus entstehen.

(Bild: Nicole Philipp)

Stephan Künzi

FDP und SVP warnten eindringlich davor, an den ausgehandelten Eckpunkten des Vertrags noch gross herumzuschrauben. Im Parlament von Muri-Güm­ligen stand am Montagabend ein Landhandel zur Debatte.

Die Politikerinnen und Politiker diskutierten darüber, ob eine gut 900 Quadratmeter grosse gemeindeeigene Parzelle beim Moos-Kreisel am Bahnhof Gümligen an die HRS Real Estate aus Frauenfeld gehen soll. Diese besitzt bereits das angrenzende Stück Land und hat vor, auf beiden Parzellen ein 60-Meter-Hochhaus zu realisieren.

Die Voten der Bürgerlichen kamen nicht von ungefähr. Die Grünen und die SP lobten die Vorlage zwar ebenfalls, nicht aber das Forum. Es warnte davor, den Vertrag einfach abzunicken, und wünschte sich, als Parlament in den nun folgenden Architekturwettbewerb einbezogen zu werden.

Einen konkreten Antrag stellte es zum geplanten Minimalpreis. Dieser sei von 2,5 auf 2 Millionen Franken zu senken. Nur so bleibe genügend Spielraum, für das Projekt die beste Lösung zu finden.

Demgegenüber strichen die anderen Parteien hervor, welch idealer Partner HRS sei. Mit dem Wettbewerb sei eine sorgfältige städtebauliche Planung garantiert. Sie sprachen von der einmaligen Chance, die Entwicklung auf dem für die Gemeinde so wichtigen Lischenmoos anzustossen, und Gemeindepräsident Thomas Hanke (FDP) pflichtete dem nur bei.

Mit dem Hochhaus bekenne sich Muri-Gümligen klar zur inneren Verdichtung. «Wo, wenn nicht auf diesem Baufeld, stehen die Chancen dafür so gut?», warf er rhetorisch in die Runde.

Bei dieser Ausgangslage hatte der vom Forum verlangte tiefere Minimalpreis keine Chance. Auch mit seinem zweiten Antrag, den Kaufpreis nach Möglichkeit mit einem Stück Land als Realersatz zu begleichen, erlitt es Schiffbruch. Am Schluss stimmte das Parlament dem Verkauf mit 29 Ja bei 7 Enthaltungen zu. Gegenstimmen gab es keine.

Berner Zeitung

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