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Das «Paradiesli» bleibt erhalten

Über 800 Personen haben sich bislang an der Umfrage zur Zukunft des Marzilis beteiligt. Die Stadt Bern stellt schon jetzt klar: Das Frauenabteil bleibt.

akn
Die «Paradiesli»-Besucherinnen können aufatmen: Das Frauenabteil im Marzili bleibt erhalten.
Die «Paradiesli»-Besucherinnen können aufatmen: Das Frauenabteil im Marzili bleibt erhalten.
Franziska Rothenbühler
Sobald die Sonne höher am Himmel steht, wird zwischen Kästli und Rasen geplaudert, gesonnt und gelesen.
Sobald die Sonne höher am Himmel steht, wird zwischen Kästli und Rasen geplaudert, gesonnt und gelesen.
Adrian Moser
Fürs Baden gehen auch die Paradiesli-Besucherinnen an die Aare.
Fürs Baden gehen auch die Paradiesli-Besucherinnen an die Aare.
Adrian Moser
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Es sind Tage der Aufregung, die das «Paradiesli» hinter sich hat: Die Zukunft des Frauenabteils sei ungewiss, erzählte man sich besorgt. Die Besucherinnen befürchteten das Schlimmste: Womöglich gebe es im Marzili schon bald kein Refugium mehr, in dem Frauen nackt sein und unter sich verweilen könnten.

Unruhe im Paradies

Anlass der Sorgen war die für 2023 geplante Gesamtsanierung des Bades. Um die Bedürfnisse der Badigängerinnen und -gänger zu ermitteln, hat die Stadt zum Mitdenken und Mitreden aufgefordert, unter anderem mit einer Online-Umfrage (siehe Box unten am Text). Auf dieser Basis soll entschieden werden, welche Aktivitäten und Bereiche im neuen Marzili-Bad Platz finden sollen.

«Eine Schliessung war und ist nicht geplant.»

Stadt Bern

Nachdem Beat Wüthrich, Leiter Anlagen des Sportamts Bern, gegenüber der Zeitung «Der Bund» geäussert hatte, dass «die ganze Anlage, auch die speziellen Bereiche für Frauen, überdacht» werde, herrschte Unruhe im Paradies: Eingeschworene «Paradiesli»-Besucherinnen starteten eine Petition, die Unterschriftenbögen wurden beim Eingang des Frauenabteils aufgelegt und rege mitgenommen und ausgefüllt. Ausserdem riefen die Frauen dazu auf, an der laufenden Online-Umfrage der Stadt teilzunehmen – und darin zu bekunden, wie wichtig das «Paradiesli» für seine Besucherinnen ist.

Von höchster Stelle

Nun gibt die Stadt Entwarnung: Das «Paradiesli» bleibt, teilen die Präsidialdirektion und das Amt für Bildung, Soziales und Sport mit. Bis jetzt hätten sich rund 800 Personen an der Online-Umfrage beteiligt. Dabei habe sich herauskristallisiert, «dass die Zukunft des Frauenabteils ‹Paradiesli› von besonders grossem Interesse ist». Die Stadt bestreitet zudem, dass das Bestehen des Frauenabteils je ernsthaft gefährdet war: «Eine Schliessung war und ist nicht geplant», stellt sie in ihrer Mitteilung klar.

Die «Paradiesli»-Besucherinnen dürften erleichtert sein. Zwar gibt es auch im Lorraine-Bad einen FKK-Bereich, doch wird am «Paradiesli» besonders geschätzt, dass es Frauen vorbehalten ist.

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