Das lange Warten hat trotz Richtplan noch kein Ende

Köniz

Noch lässt sich in Köniz nicht aufatmen. Auch wenn der kantonale Richtplan nun vom Bund genehmigt ist.

Vor allem seine städtischen Ortsteile – hier das Liebefeld mit Park, Bundesbau und Dreispitzsiedlung – will Köniz stärker verdichten.

Vor allem seine städtischen Ortsteile – hier das Liebefeld mit Park, Bundesbau und Dreispitzsiedlung – will Köniz stärker verdichten.

(Bild: Stefan Anderegg)

Lucia Probst

Seit mehr als einem Jahr war die Könizer Ortsplanungsrevision blockiert, weil der Kanton insbesondere die neuen Zonenpläne nicht abschliessend vorprüfen konnte. Doch die Gemeinde wartet weiterhin auf das kantonale Baugesetz, das im Juni für die zweite Lesung in den Grossen Rat kommen soll.

Nötig sei dieses vor allem für die Regeln zur Mehrwertabschöpfung, führt Gemeinderätin Katrin Sedlmayer (SP) aus. «Wir sind dringend darauf angewiesen, dass es Anfang 2017 in Kraft tritt.» Sonst wird der Zeitplan eng. Wohl nur dann könne das Könizer Stimmvolk im November 2017 über die revidierte Ortsplanung abstimmen. Das ist der letztmögliche Termin, damit der aktuell amtierende Gemeinderat das Geschäft noch abschliessen kann.

Letzten Sommer hatte Köniz kommuniziert, man müsse die Revision auf Eis legen, bis auf kantonaler Ebene Richtplan und Baugesetz genehmigt seien. Ganz so schlimm kam es nicht. «Auf Sparflamme konnten wir weitermachen», sagt Sedlmayer heute. Zum Baureglement und zu den Schutzplänen habe man vom Kanton im Herbst einen Teilbericht erhalten.

Demnächst wird Köniz nun nochmals die gesamte Revision zur abschliessenden Vorprüfung einreichen. Sedlmayer hofft auf ein Feedback bis im Herbst. Im ersten Quartal 2017 sollen die Unterlagen öffentlich aufliegen.

Sedlmayer ist vor allem gespannt darauf, ob der Kanton die Regeln goutiert, nach denen die Gemeinde ihre Zonenpläne angepasst hat. «Das sind die Knacknüsse.» In Köniz gilt ein Bauzonenmoratorium, deshalb darf kein neues Bauland eingezont werden. Man sei nun rund eine halbe Hektare im Plus, sagt Sedlmayer dazu. Neu geschaffene Bauzonenregeln sollen es zudem vorab in den städtischen Ortsteilen erleichtern, verdichteter zu bauen.

Berner Zeitung

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