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«Das Kunstmuseum Bern hat vieles selber in der Hand»

Heute vor genau einem Jahr wurde der Fall Gurlitt publik – Ende November entscheidet das Kunstmuseum, ob es die Erbschaft antritt. Sabine Rudolph ist als gewichtige Rechtsvertreterin im Fall Gurlitt engagiert.

«Es gibt auch in der Familie Unverständnis und Enttäuschung. Aber man darf nicht aufgeben»: Die deutsche Anwältin Sabine Rudolph (41) vertritt die Erben des Dresdner Kunstsammlers Fritz Salo Glaser.
«Es gibt auch in der Familie Unverständnis und Enttäuschung. Aber man darf nicht aufgeben»: Die deutsche Anwältin Sabine Rudolph (41) vertritt die Erben des Dresdner Kunstsammlers Fritz Salo Glaser.
zvg
Ronald Lauder, Präsident des Jüdischen Weltkongresses.
Ronald Lauder, Präsident des Jüdischen Weltkongresses.
Keystone
Soll zurück an die Erben: Das Aquarell «Mädchen am Tisch» von Wilhelm Lachnit war nachweislich im Besitz von Fritz Salo Glaser. Ermittler entdeckten es 2012 in  Gurlitts Wohnung in München-Schwabing.
Soll zurück an die Erben: Das Aquarell «Mädchen am Tisch» von Wilhelm Lachnit war nachweislich im Besitz von Fritz Salo Glaser. Ermittler entdeckten es 2012 in Gurlitts Wohnung in München-Schwabing.
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Frau Rudolph, soll das Kunstmuseum Bern die Erbschaft Gurlitt antreten?Sabine Rudolph: Ich würde es begrüssen. Geht es um die Rückgabe von Bildern, ist es grundsätzlich viel besser, wenn man es mit einem Museum zu tun hat, nicht mit privaten Eigentümern.

Weshalb? Private Eigentümer sind nicht an die Prinzipien der Washingtoner Erklärung gebunden, die «faire und gerechte» Lösungen bei der Rückgabe von Werken verlangt. Cornelius Gurlitt hat sich kurz vor seinem Tod den Washingtoner Prinzipien unterstellt. Das würde die Verwandten doch ebenfalls binden. Das ist richtig in Bezug auf die «faire und gerechte» Lösung bei der Rückgabe. Aber das Washingtoner Abkommen enthält noch mehr Grundsätze.

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