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Das ist die Quittung für die arrogante Haltung der SRG

Der Kommentar von BZ-Chefredaktor Simon Bärtschi zum Entscheid des Nationalrats, das SRG-Radiostudio in Bern zu behalten.

Was für eine Schlappe für die SRG. Der Nationalrat hat mit eindrücklicher Mehrheit entschieden, dass das öffentlich-rechtliche Medienhaus seine Standorte nicht in Zürich und Lausanne zentralisieren darf. Die Info-Sendungen der Radios sollen weiterhin in Bern und Genf produziert werden. Die grosse Kammer verdient Lob für diesen Entscheid. Jetzt geht das Geschäft in den Ständerat. Dieser hatte vergangene Woche ebenso über die Umzugspläne der Gebührensender diskutiert, aber nichts entschieden.

Bern darf sich freuen. Ein Umzug vom Berner Radiostudio nach Zürich ist politisch vorerst abgewendet, die Hauptstadt bleibt vorderhand weiterhin Standort der Vorzeigesendungen «Echo der Zeit» und «Rendez-vous» sowie medialer Brückenkopf zwischen Deutschschweiz und Romandie. Noch wird nichts aus dem Plan, am Leutschenbach im Norden Zürich nach den Gesetzen der Wirtschaftslogik eine grosse Medienfabrik für Fernsehen, Radio und Onlinemedien zu bauen. Auf diese Weise wollte SRG-Chef Gilles Marchand ein Sparprogramm über 100 Millionen Franken umsetzen.

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