Das Beweisstück verschluckt

Ein Mann aus der Region Bern hat beim Fischknusperliessen auf einen harten Gegenstand gebissen und sich einen Zahn gebrochen. Das sei kein Unfall, urteilt das Verwaltungsgericht.

Nach einem schmerzhaften Biss musste der Bann sich ein Zahn-Implantat einsetzen lassen.

Nach einem schmerzhaften Biss musste der Bann sich ein Zahn-Implantat einsetzen lassen.

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Keine Frage, der Biss war schmerzhaft. Beim Verzehr von Fischknusperli habe er auf einen harten Gegenstand gebissen, beschreibt ein Mann einen Vorfall von Mitte Dezember 2016. Eine Fischgräte oder ein Metallstück sei es wohl gewesen. Vorerst nahm der 50-Jährige Medikamente gegen die Schmerzen. Im Januar musste ihm ein gebrochener Zahn gezogen und durch ein Implantat ersetzt werden.

War das nun ein Unfall, und muss die Unfallversicherung die Zahnarztrechnung übernehmen? Nein, urteilt das Verwaltungsgericht des Kantons Bern und weist die Beschwerde des Mannes gegen einen Entscheid der Versicherung ab. Denn der Versicherte konnte nicht beweisen, auf was er genau gebissen hatte. Er hatte das Corpus Delicti verschluckt und nicht gesehen.

Und genau hier liegt das Problem: Der Mann müsste beweisen können, auf was genau er gebissen hatte. Eine blosse Vermutung genüge nicht. Die Versicherung habe den Vorfall genügend abgeklärt. Und weil die Unfallmeldung erst dreieinhalb Wochen nach dem Vorfall eingereicht worden sei, hätten weitere ­Abklärungen wie eine Durchsuchung des Magen- oder Darminhalts keine beweistauglichen Elemente hervorgebracht, legt das Gericht dar. (hus)

Erstellt: 07.12.2017, 18:52 Uhr

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