Das Bären-Hochhaus wird gehasst – und geliebt

Ostermundigen

Gut 30 Organisationen und Personen haben sich zum geplanten Bären-Hochhaus in Ostermundigen geäussert. Die Meinungen gehen ziemlich weit auseinander.

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Einheimische wie Auswärtige, Vereine wie Einzelpersonen: Alle konnten sich während der öffentlichen Mitwirkung zum Hochhaus auf dem Bären-Areal äussern. Nun ist die Frist abgelaufen. Fazit: 18 Firmen und Privatpersonen reichten eine Eingabe ein. Zudem äusserten sich die 7 Ostermundiger Parteien sowie 6 Vereine und Verbände – vom Quartierverein über den Berner Heimatschutz bis zum VCS – zu den Plänen.

Ein genereller Trend lasse sich zum jetzigen Zeitpunkt schwer herauslesen, sagt Gemeindepräsident Thomas Iten (parteilos) auf Anfrage. «Die Eingaben sind breit gefächert.» Die einen fänden das geplante Hochhaus eine gute Lösung, die anderen seien mit seiner Höhe von hundert Metern und der Dimensionierung gar nicht einverstanden. Es würden Fragen zum Schattenwurf, zum behindertengerechten Zugang oder zum Abbruch des erhaltenswerten Bären gestellt. Die Eingaben reichten von emotional bis sachlich, von einem Satz («Viel zu hoch und nicht schön») bis zu mehreren Seiten.

Baubeginn 2014?

Da die Eingabefrist erst vor wenigen Tagen abgelaufen ist, sind die Antworten noch nicht detailliert ausgewertet. «Das ist nun die nächste Aufgabe», erklärt Thomas Iten. Danach werden die Beteiligten, insbesondere die Bären Ostermundigen AG als Eigentümerin, entscheiden, wie stark die Eingaben in das Projekt einfliessen. Müssen die Pläne stark abgeändert werden, damit sie eine Chance auf Erfolg haben? Oder kann man sie mehr oder weniger so belassen? «Es ist noch zu früh, das zu beantworten», sagt der Gemeindepräsident.

Klar ist, dass das bereinigte Projekt später nochmals öffentlich aufgelegt wird – dann mit der Möglichkeit, Einsprache zu erheben. Schliesslich muss die Überbauungsordnung vor den Grossen Gemeinderat, und im Falle eines Referendums kommt es sogar zu einer Volksabstimmung. Im Idealfall können die Bauarbeiten im Herbst 2014 beginnen, das Hochhaus wäre dann 2017 bezugsbereit.

Ein Schwerpunkt

Das Bären-Areal sei auch dank den geplanten Projekten Tram Region Bern und ÖV-Knotenpunkt Ostermundigen «ein sehr attraktiver Standort», betont der Bären-Verwaltungsratspräsident Bernhard Marti immer wieder. Thomas Iten sieht das ähnlich: «Das Hochhaus ist in den kommenden Jahren ein wichtiges Projekt für Ostermundigen», erklärt er. Er ist deshalb froh, dass sich während der öffentlichen Mitwirkung alle Parteien zu Wort gemeldet haben. «Das ist eine wichtige Voraussetzung dazu, gemeinsam eine gute Lösung zu finden.»

Berner Zeitung

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