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Dachstiftung des Kunstmuseums und des ZPK tüftelt an Strategie

Die Zusammenführung des Kunstmuseums Bern und des Zentrums Paul Klee unter ein gemeinsames Dach kommt voran. Die organisatorischen Ecksteine sind gesetzt. Auf den neuen Stiftungsrat warten nun Fragen finanzieller und strategischer Art.

10 Jahre Bestehen, 4 Jahre schwarze Zahlen: Das Zentrum Paul Klee präsentiert  abermals eine positive Rechnung.
10 Jahre Bestehen, 4 Jahre schwarze Zahlen: Das Zentrum Paul Klee präsentiert abermals eine positive Rechnung.
Keystone
Wehmut habe ich keine, aber schöne Erinnerungen», Ulrich Sinzig, abtretender Stiftungspräsident des ZPK.
Wehmut habe ich keine, aber schöne Erinnerungen», Ulrich Sinzig, abtretender Stiftungspräsident des ZPK.
Susanne Keller
Juri Steiner war von 2007 bis 2011 ZPK-Direktor.
Juri Steiner war von 2007 bis 2011 ZPK-Direktor.
Stefan Anderegg
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Es geht vor allem darum, eine gemeinsame Strategie für die beiden Häuser zu definieren, wie Jürg Bucher, Präsident der neu gegründeten Dachstiftung «Kunstmuseum Bern - Zentrum Paul Klee», am Mittwoch auf Anfrage sagte. Zudem müsse die finanzielle Stabilität des Zentrums Paul Klee (ZPK) langfristig gesichert werden.

In den vergangenen vier Jahren habe das ZPK grosse Fortschritte gemacht, sagte Bucher. Der neue Stiftungsrat arbeitet nun unter anderem daran, für das Haus eine nachhaltige finanzielle Basis zu schaffen.

Wie bereits bekannt, hat die Burgergemeinde Bern zwei Millionen Franken zur Deckung des Bilanzfehlbetrags des ZPK bewilligt. Weitere zwei Millionen Franken stehen für die Umsetzung der Zusammenarbeit der beiden Museen zur Verfügung.

Synergien nutzen und Kosten sparen

Der neue Stiftungsrat will für stabile Verhältnisse in beiden Museen sorgen, wie die Dachstiftung in einer Mitteilung vom Mittwoch schreibt. Das Kunstmuseum Bern sei seit mehreren Jahren finanziell gesund.

Der Stiftungsrat hat nun einen strategischen Ausschuss und für jedes Museum einen Finanzausschuss eingesetzt. Diese drei Gremien sollen zusammen mit dem Gesamtstiftungsrat in den nächsten Monaten die gemeinsame Strategie präzisieren und umsetzen.

Unter anderem sei zu prüfen, inwiefern die beiden Häuser durch ihre Zusammenarbeit Synergien nutzen und Kosten sparen können, wie Bucher erklärt. Das könnte zum Beispiel im administrativen Bereich erfolgen. Dadurch würden auch Mittel freigesetzt, die dann in die Kunst fliessen könnten.

Das «Kind» lernt laufen

«Wir begeben uns nochmals in eine intensive Arbeitsphase», sagt Bucher. Der frühere Postchef vergleicht die neue Dachstiftung mit einem Kind, das nun laufen lernen muss. Die Dachstiftung dürfe kein Papiertiger werden, fügte Bucher an. Er rechnet damit, dass die wesentlichen Umsetzungsentscheide spätestens Anfang 2016 gefasst sind.

Im Dossier Gurlitt sei Konstanz gewahrt, heisst es in der Mitteilung weiter. Der bisherige Verhandlungsführer und Ansprechpartner für die Anwälte der deutschen Partner, Marcel Brülhart, ist als Vizepräsident Mitglied des neuen Stiftungsrats. Er übernimmt denn auch die Verantwortung für dieses Dossier.

(SDA)

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