Cupfinal soll «grundsätzlich» in Bern bleiben

Bern

Zwar hat YB letzte Saison den Cupfinal im eigenen Stadion verloren, doch möchte der Berner Gemeinderat, dass das Endspiel weiterhin im Stade de Suisse ausgetragen wird.

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Für die Berner Stadtregierung gehört der Schweizer Fussball-Cupfinal «grundsätzlich in die Hauptstadt». Daran ändern auch mehrere Vorfälle rund um den letzten Cupfinal vom 27. Mai in Bern nichts.

Wie der Berner Gemeinderat in einer am Montag veröffentlichten Antwort auf einen parlamentarischen Vorstoss schreibt, steht eine detaillierte Auswertung der Geschehnisse vom 27. Mai erst noch bevor. Es sei aber – im Gegensatz zum Cupfinal von 2014 in Bern – nicht zu Ausschreitungen gekommen.

Allerdings habe die Polizei verschiedene Delikte registriert und es sei zu Lärm und Verunreinigungen gekommen. Es gelte deshalb, zusammen mit den an diesem Anlass beteiligten Organisationen mögliche Verbesserungen und Massnahmen für die allenfalls künftige Austragung des Cupfinals in Bern zu besprechen.

Petarden und Diebstähle

Am 27. Mai war die Berner Kantonspolizei mit einem Grossaufgebot präsent und sicherte so einen getrennten Aufmarsch der Fans zum Stade de Suisse. Die Fanmärsche waren bewilligt worden. Im Cupfinal standen sich der BSC Young Boys und der FC Zürich gegenüber.

Beide Umzüge wurden von beträchtlichem Lärm und Gestank durch Knallpetarden und Rauchbomben begleitet. Die Polizei berichtete damals von zwei möglichen Hörschäden bei Passanten. Zürcher Fans hätten öffentlich uriniert, Gebäude und Autos versprayt und einen Tankstellenshop bestohlen, schrieb sie weiter.

Später wurde auch bekannt, dass zwei Personen nach einem Flaschenwurf auf Einsatzkräfte beziehungsweise Hinderung einer Amtshandlung angehalten worden waren.

Nach drei Jahren Absenz

Am 27. Mai dieses Jahres kehrte der Cupfinal nach dreijährigem Unterbruch nach Bern zurück. Bis 2014 war der traditionsreiche Anlass zumeist in der Bundesstadt durchgeführt worden. 2013 und 2014 kam es aber zu Gewaltexzessen randalierender Fans.

Die Berner Stadtregierung machte darauf deutlich, dass der Cupfinal nicht mehr willkommen sei - bis sie Anfang 2018 eine Kehrtwende machte und dem Fussballverband entsprechende Signale sandte.

mb/sda

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