Cupfinal macht Lust auf mehr

Bern

Der Cupfinal 2018 lief ziemlich friedlich ab. Damit steigen die Chancen, dass das Finalspiel auch im nächsten Jahr in Bern stattfindet. So wie das Alec von Graffenried wünscht.

Die YB-Fans marschierten vom Bundesplatz durch die Altstadt ins Wankdorf.<p class='credit'>(Bild: Manuel Zingg)</p>

Die YB-Fans marschierten vom Bundesplatz durch die Altstadt ins Wankdorf.

(Bild: Manuel Zingg)

Die Erleichterung bei den Behörden war gross, als am Sonntag nach dem Cupfinal die Fans des FC Zürich in ihren Extrazügen beim Wankdorf abfuhren. Und dies, ohne dass es zu Ausschreitungen gekommen war.Der vergleichsweise friedliche Verlauf des Cupfinals dürfte dem Berner Stadtpräsidenten Alec von Graffenried Auftrieb geben. Für ihn steht fest, dass der Cup­final nach Bern gehört.

Ende Februar sagte er gegenüber dieser Zeitung: «Die Stadt Bern will den Cupfinal nicht nur im Jahr 2018 durchführen. Unser Ziel ist es, dass der Cupfinal künftig wieder jedes Jahr in Bern stattfinden wird.»

Von Graffenried war am Montagnachmittag für eine Stellungnahme nicht erreichbar. Aber Kommunikationschef ­Wal­ter Langenegger sagt: «Der Verlauf des Cupfinals vom Sonntag stimmt die Stadt Bern zuversichtlich, dass auch künftig solche Veranstaltungen hier stattfinden können.

Nach den Sommerferien werden sich Vertreter der Stadt und des Fussballverbandes treffen. Dabei werden sie die Abläufe beim Final vom Sonntag analysieren und das weitere Vorgehen besprechen.»

Ermittlungen laufen in Bern

Ganz friedlich war es jedoch auch in diesem Jahr nicht. Die Kantons­polizei Bern hat ­diverse Ermittlungen aufgenommen, wie Sprecher Dominik Jäggi bestätigt. So sucht sie diejenigen FCZ-Fans, welche im Tankstellenshop an der Standstrasse alkoholische Getränke entwendet ­haben. Ebenfalls Ermittlungen aufgenommen hat die Kantonspolizei ­wegen Sprayereien, die entlang der ­Umzugsrouten angebracht worden sind.

Rund um das Stadion wurden zudem im Vorfeld des Spiels verschiedene Autos versprayt. Auch diesbezüglich ermittelt die ­Polizei gegen eine unbekannte Täterschaft.

Der Polizei namentlich ­bekannt sind dagegen vier Personen, die am Sonntag für weitere Abklärungen in Polizeiräumlichkeiten gebracht wurden. ­Dabei handelt es sich um erwachsene Männer. Einem von ihnen wird ein Flaschenwurf gegen Polizeibeamte vorgeworfen, einem ­anderen «Hinderung einer Amtshandlung».

Und zwei der Männer wurden im Stadion angehalten: Einer hatte ­pyrotechnisches ­Material dabei. Der andere wurde wegen einer Aus­einandersetzung mit dem Sicherheitspersonal ­vorübergehend in die Polizeiräumlichkeiten ­gebracht.

Strafverfahren in Zürich

Während die YB-Fans nach der Niederlage enttäuscht nach ­Hause gingen, feierten die FCZ-Fans den Triumph ihres Klubs in ­Zürich weiter. Rund 1500 von ­ihnen nahmen ihre Helden auf dem Helvetiaplatz in Empfang.

Während Spieler und Anhänger feierten, zündeten zwei Personen auf dem Balkon des Volkshauses, auf dem sich die Spieler versammelt hatten, eine Fackel. Die Stadtpolizei hat nun deswegen ein Strafverfahren eingeleitet. Laut dem FCZ handelte es sich um zwei Mitarbeiter des Klubs. Der Klub verurteilte ihr Verhalten aufs Schärfste.

sny/sda

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