CSL Behring will in Bern 250 Millionen investieren

Bern

Das Pharmaunternehmen CSL Behring will in den nächsten Wochen mit dem Bau einer neuen Fabrik beginnen.

Der Hauptsitz der CSL Behring beim Wankdorf in Bern.

Der Hauptsitz der CSL Behring beim Wankdorf in Bern.

(Bild: Google Streetview)

Das Wachstum geht weiter: Das Pharmaunternehmen CSL Behring mit Sitz im Berner Wankdorfquartier war auch im ab­gelaufenen Jahr ein wichtiger Wachstumstreiber innerhalb des australischen Mutterkonzerns CSL. Der Konzernumsatz stieg im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2017/2018 um 11 Prozent auf 4,2 Milliarden ­US-Dollar. Das Wachstum am Standort Bern im Bereich Immunglobuline lag leicht unter 10 Prozent. Letztere sind aus menschlichem Blutplasma gewonnene Proteine zur Behandlung von ­Immunstörungen.

Diese Entwicklung ist erfreulich für den Wirtschaftsstandort Bern. Innerhalb eines halben Jahres stieg die Mitarbeiterzahl um rund 70 auf 1487. Zudem ­beschäftigt das Unternehmen in Bern 45 Lehrlinge.

Investition von 250 Millionen

Und schon steht das nächste Ausbauprojekt an. «Wir wollen in einem Neubau zwei neue Produktions­linien installieren. Dieser liegt unmittelbar angrenzend an die bestehenden Produktionsgebäude. Das ist ein Superprojekt für Bern», sagt Pierre ­Caloz, Standortleiter von CSL Behring in Bern. Insgesamt will CSL Behring dabei rund 250 Millionen Franken ­ investieren. Bis Ende 2020 sollen so 40 bis 60 neue Arbeitsplätze entstehen.

Das Unternehmen hat bereits das grüne Licht für die Aushubarbeiten erhalten und diese begonnen. Die Bau­bewilligung für das Hauptgebäude steht indes noch aus. Um Beschwerden zu vermeiden, steht CSL Behring im Gespräch mit den Einsprechern. «Wenn alles optimal läuft, können wir Ende März mit den Bauarbeiten beginnen», sagt Caloz.

Wie in der jüngsten Vergangenheit hat CSL auch jetzt eine beachtliche Zahl von Stellen offen. Am Standort Bern sind es deren 68. «Es braucht Zeit, die richtigen Leute zu finden», sagt Caloz. Aber CSL nehme sich diese. Denn das Unternehmen sei an Angestellten interessiert, die ­längerfristig für CSL arbeiten wollten.

Gebäude in Lengnau stehen

Das andere Grossprojekt der CSL-Gruppe ist der Neubau einer Pharmafabrik in Lengnau. Hier will das Unternehmen rund eine Milliarde Franken investieren. Es sollen 300 Stellen entstehen. Der Rohbau der drei Gebäude steht, und die Dächer sind montiert. Weiter ist Susanne Jecklin seit Anfang Februar definitiv als Nachfolgerin von Uwe E. Jocham bestimmt. Seit Juni hatte sie diese Funktion ad interim inne. Jocham trat Anfang Juni abrupt von seinem Posten ab. Das Ziel, den Testbetrieb im Jahr 2020 aufzunehmen, gilt nach wie vor.

sny/tg

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