Comet bezieht Neubau

Flamatt

Comet hat Platz für 250 zusätzliche Arbeitsplätze bekommen. Der Neubau beim Sitz Technologiekonzerns in Flamatt ist bezugsbereit.

Der Ergänzungsbau des Technologieunternehmens in Flamatt ist zwei Jahre nach dem Spatenstich bezugsbereit (Archivbild).

Der Ergänzungsbau des Technologieunternehmens in Flamatt ist zwei Jahre nach dem Spatenstich bezugsbereit (Archivbild).

(Bild: Beat Mathys)

Trotz einiger Rückschläge in jüngster Zeit setzt Comet auf Wachstum in Flamatt. Rund 60 Millionen Franken hat das Technologieunternehmen in ei­nen Ergänzungsbau beim Konzernsitz investiert. Zwei Jahre nach dem Spatenstich ist das Gebäude jetzt bezugsbereit.

«Der Neubau gibt uns die Chance, in den nächsten Jahren bis zu 250 zusätzliche Arbeitsplätze am Standort Flamatt zu schaffen», sagt Unternehmenssprecherin Ines Najorka. Sie bestätigt damit frühere Angaben, schränkt aber ein: Bis wann genau diese zusätzlichen Stellen entstehen werden, hängt wesentlich vom Geschäftsgang ab.

Zuletzt liefen die Geschäfte bei der erfolgsverwöhnten und stark gewachsenen Gruppe weniger gut. Der Umsatz stieg zwar im ersten Halbjahr 2018 nochmals. Der Gewinn fiel aber gegenüber der Vorjahresperiode um 23 Prozent auf 14,4 Millionen Franken, und der seit Mai 2017 amtierende Firmenchef René Lenggenhager musste die Prognosen für das Gesamtjahr 2018 senken. Hauptgründe dafür sind der enttäuschende Geschäftsverlauf in der Sparte ­Röntgensysteme sowie bei den ­E-Beam-Grossanlagen zur Steri­lisierung von Oberflächen mit Elektronen statt Chemikalien.

Stellenabbau im Ausland

Comet hat bereits reagiert und schliesst den Standort in Davenport in den USA. Dies nur drei Jahre nach der Übernahme der dort ansässigen Firma PCT En­gineered Systems. Rund 60 An­gestellte sind betroffen. Comet rechnet mit Abschreibern und Kosten für die Trennung von rund 10 Millionen Franken.

Beim Röntgensystemgeschäft wechselte Comet den Sparten­leiter aus und baut in Deutschland bis Ende Jahr 25 Stellen ab. In Flamatt dagegen hat Comet die Zahl der Vollzeitstellen zwischen Ende 2017 und Mitte dieses Jahres um 43 auf 510 erhöht.

Und nun soll der Ausbau weitergehen. Der Erweiterungsbau schafft aber zuerst einmal dringend benötigten Raum für das ­bestehende Geschäft. Die Produktionskapazitäten am Hauptsitz vergrössern sich um 17 000 auf über 37 000 Quadratmeter. Aus Platzmangel musste Comet in den letzten Jahren viele Wertschöpfungsprozesse auslagern, wie Firmensprecherin Najorka sagt.

Der Neubau werde mit seinen modernen Anlagen auch die operative Effizienz verbessern. Der Bezug erfolgt gestaffelt über die nächsten Monate.

jw

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