Coca Cola verschwindet definitiv aus Bolligen

Bolligen

Nun ist es definitiv: Die Produktionsanlage von Coca-Cola in Bolligen wird Ende Jahr geschlossen. Das hat die Betreiberin nach Ablauf des Konsultationsverfahrens so beschlossen.

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Die Produktionsanlage von Coca-Cola in Bolligen wird bis Ende 2015 definitiv geschlossen. Damit verlieren rund 90 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihre Stelle.

Die Betreiberin der Abfüllanlage, Coca-Cola HBC Schweiz, hatte die geplante Schliessung vor rund einem Monat angekündigt. Nach Ablauf des bei Massenentlassungen üblichen Konsultationsverfahrens hält das Unternehmen nun an diesem Entscheid fest, wie es am Dienstag auf Anfrage der sda bestätigte.

Die «sorgfältige Prüfung der Alternativvorschläge der Arbeitnehmervertretung» habe gezeigt, dass «die ursprüngliche Absicht unter den gegebenen Umständen die sinnvollste Option ist, die Wettbewerbsfähigkeit in der Schweiz langfristig zu sichern», schreibt Coca-Cola HBC Schweiz.

Konzentration in Dietlikon ZH

Das Unternehmen will seine Produktion in der Schweiz auf den Standort Dietlikon ZH konzentrieren. Dort sollen rund 18 Millionen Franken in eine neue Hochgeschwindigkeits-Abfüllanlage für PET-Flaschen investiert werden, was rund 15 zusätzliche Arbeitsplätze schafft.

Von der Schliessung in Bolligen sind rund 90 von insgesamt 110 Mitarbeitenden betroffen. Man sei daran, gemeinsam mit der Arbeitnehmervertretung und der Gewerkschaft einen «starken und umfassenden» Sozialplan aufzustellen. Dieser soll finanzielle Abfindungen, Möglichkeiten zur Frühpensionierung und Outplacement-Beratung enthalten, schreibt das Unternehmen.

Für Bolligen sei die Schliessung ein «harter Schlag», teilte die Gemeinde mit. Der Gemeinderat habe in zwei Gesprächen mit Vertretern von Coca-Cola versucht, die Firma zum Bleiben zu bewegen. Dabei habe man auf die «exzellente Verkehrserschliessung» und die «engagierte Belegschaft» verwiesen.

Bolligen sucht Interessenten für Standort

Das Unternehmen - zweitgrösster Arbeitgeber im Dorf - war in den letzten 50 Jahren regelmässig der beste Steuerzahler unter den juristischen Personen. Die Gemeinderat werde sich dafür einsetzen, dass auf dem Gelände an der Worble nach 2015 neue Arbeitsplätze entstehen.

Coca-Cola will das Gebäude nach der Schliessung verkaufen. Man stehe diesbezüglich mit der Gemeinde Bolligen in Kontakt. Laut der Gemeinde haben sich in den letzten Tagen bereits verschiedene Interessenten gemeldet. Dies sei «wenigstens ein Lichtblick in einer sehr unerfreulichen Angelegenheit», schreibt der Gemeinderat.

Er will sich zudem darum bemühen, für die rund 20 verbleibenden Coca-Cola-Angestellten Räumlichkeiten in Bolligen zu finden, damit wenigstens ein kleiner Teil des Unternehmens der Gemeinde erhalten bleibe.

mib/sda

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