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«Christophorus» wacht wieder über Berner Bahnhofplatz

Nach acht Jahren Absenz ist die rund sieben Meter hohe Eisenskulptur «Christophorus» des verstorbenen Berner Künstlers Bernhard Luginbühl an den Berner Bahnhofplatz zurückgekehrt.

Am Mittwochmorgen ist die Eisenskulptur wieder nach Bern transportiert worden.
Am Mittwochmorgen ist die Eisenskulptur wieder nach Bern transportiert worden.
Markus Ehinger
2007 war das Kunstwerk des inzwischen verstorbenen Berner Künstlers Bernhard Luginbühl wegen der Umgestaltung des Bahnhofplatzes entfernt worden.
2007 war das Kunstwerk des inzwischen verstorbenen Berner Künstlers Bernhard Luginbühl wegen der Umgestaltung des Bahnhofplatzes entfernt worden.
Markus Ehinger
Installationsarbeiten am Mittwochmorgen.
Installationsarbeiten am Mittwochmorgen.
Keystone
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Der Bildhauer und Eisenplastiker Bernhard Luginbühl hatte seine Skulptur «Christophorus» 1991 auf dem Bahnhofplatz hinter der Heiliggeistkirche platziert. 2007, zu Beginn der Bauarbeiten für die Sanierung und Umgestaltung des Bahnhofplatzes, wurde «Christophorus» in den Skulpturenpark der Luginbühlstiftung in Mötschwil verlegt.

Nun begleitete Luginbühls Söhne Brutus und Iwan den 6,5 Tonnen schweren «Christophorus» in die Stadt Bern zurück. Am neuen Standort beim Milchgässli auf der Seite des renovierten Burgerspitals wurde vorgängig ein Fundament betoniert, das die Skulptur trägt.

«Christophorus» ist eine Reverenz an die gleichnamige Figur aus Holz, die 350 Jahre lang im Christoffelturm stand. Als der Turm im 19. Jahrhundert dem neuen Bahnhofplatz weichen musste, wurde die Holzfigur mit Ausnahme des Kopfes verbrannt. Der Kopf befindet sich im Historischen Museum Bern.

Stadtpräsident Alexander Tschäppät zeigte sich erfreut, dass der «Christophorus» wieder in Bern stehe. Dies nicht nur als Hommage an einen grossen Künstler, sondern weil der Bahnhofplatz auch heute noch der einzig richtige Standort für diese Skulptur sei.

Schutzpatron für Strassenüberquerung

Tschäppät erinnerte daran, dass der heilige Christophorus als Schutzpatron für Reisende gilt, die einen Fluss überqueren müssen. Vor diesem Hintergrund sei die Skulptur 1991 kurz nach der Schaffung des ersten Fussgängerstreifens über den Bahnhofplatz hinter die Heiliggeistkirche platziert worden.

Auch am neuen Standort könne «Christophorus» nun «auf Passanten auf dem gesamten Bahnhofplatz aufpassen». Luginbühls Skulptur ist das einzige von mehreren Kunstwerken, das nach der Umgestaltung des Bahnhofplatzes wieder installiert wurde.

Carlo Lischettis tanzender Bär, der früher beim «Loebegge» balancierte, befindet sich heute beim Bärengraben. Nicht mehr montiert wurden auch die Eisenschwämme, die früher aus den Häuschen der Tramhaltestellen «wuchsen».

Mit der Sanierung des Bahnhofplatzes verschwanden auch die Milchkannen, die der inzwischen verstorbene Künstler Ueli Berger als Hommage an das Milchgässli in den Asphalt eingegossen hatte.

(SDA)

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