Funiciello und Zimmerli treten aus Berner Stadtrat zurück

Tamara Funiciello und Christoph Zimmerli ziehen sich aus dem Berner Stadtrat zurück. Beide wollen sich auf ihre Mandate im bernischen Grossen Rat konzentrieren.

Tamara Funiciello und Christoph Zimmerli geben ihre Mandate im Berner Stadtrat ab.<p class='credit'>(Bild: Christian Pfander)</p>

Tamara Funiciello und Christoph Zimmerli geben ihre Mandate im Berner Stadtrat ab.

(Bild: Christian Pfander)

Die Schweizer Juso-Chefin Tamara Funiciello politisierte eineinhalb Jahre im Berner Stadtrat. Bei den Wahlen im März profitierte sie von einer SP-Frauenliste und schafften den Sprung in den Grossrat. «Nun heisst es keine Links-Grüne Mehrheit mehr, sondern Oppositionspolitik», schreibt Funiciello in ihrem Abschiedsbrief an den Stadtrat.

Am Donnerstag rief sie noch einmal alle Stadträtinnen und Stadträte zum engagierten Kampf für die Gleichstellung der Geschlechter auf. Sie selber durfte kürzlich einen Erfolg feiern, als das Stadtparlament ihre Motion für einen zusätzlich freien Tag für Frauen in der Stadtverwaltung angenommen hat. Der Tag soll die Lohnungleichheit zwischen den Geschlechtern kompensieren.

In die Fussstapfen von Tamara Funiciello tritt Lisa Witzig. Doppelmandate seien in der Juso nicht erwünscht, sagte Funiciello der Nachrichtenagentur sda als Begründung für ihren Rücktritt. Zudem mache sie gerne den Weg frei für engagierte Politikerinnen.

Zimmerli war zwölf Jahre im Stadtrat

Auch Christoph Zimmerli tritt nach fast zwölf Jahren aus dem Berner Stadtrat zurück. Der Freisinnige will sich künftig auf seine Mandate als Grossrat und Parteipräsident konzentrieren. Für Zimmerli rutscht die ehemalige Stadträtin und Parteipräsidentin Dolores Dana nach.

Zimmerli habe die Politik der Stadtberner Freisinnigen massgeblich mitgeprägt und Spuren im Stadtparlament hinterlassen, schreibt seine Partei in einer Mitteilung vom Donnerstag. Erfolge verbuchen konnte Zimmerli unter anderen bei städtischen Volksabstimmungen, an denen er massgeblich beteiligt war.

Dazu gehören etwa die Erhöhung der Polizeipräsenz in der Stadt Bern oder die Hallenbad-Initiative für eine neue 50-Meter-Schwimmhalle. 2011 und 2012 konnte die FDP gemeinsam mit den Grünliberalen und der Grünen Freien Liste sowie der Unterstützung von Mitte-Rechts-Parteien die Einführung von Betreuungsgutscheinen für Kindertagesstätten erreichen.

Im Jahr 2017 präsidierte Zimmerli das Berner Stadtparlament. Im Herbst des selben Jahres übernahm er das Präsidium der Stadtberner FDP.

Mit seinem Rücktritt aus dem Stadtparlament lebe Zimmerli vor, dass in der FDP der Stadt Bern keine Doppelmandate erwünscht sind, schreibt die Partei in ihrer Mitteilung. Der Jurist wurde im vergangenen März ins Berner Kantonsparlament gewählt.

tag/sda

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