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Fassnachts Pyro-Aussetzer und Fangewalt in der Aarbergergasse

Wüste Szenen in der Berner Innenstadt: Randalierer wurden gewalttätig. Und Spieler Christian Fassnacht brannte eine Fackel ab.

red
Was hat YB-Stürmer Christian Fassnacht (rechts) da in der Hand?
Was hat YB-Stürmer Christian Fassnacht (rechts) da in der Hand?
Er muss mit einer massiven Busse von Seiten des Vereins rechnen. Ob auch die Staatsanwaltschaft ermittelt, ist noch unklar.
Er muss mit einer massiven Busse von Seiten des Vereins rechnen. Ob auch die Staatsanwaltschaft ermittelt, ist noch unklar.
Loris Benito (rechts) im Schein der Pyros.
Loris Benito (rechts) im Schein der Pyros.
Feuer und Rauch.
Feuer und Rauch.
Pyro-Meister-Zauber.
Pyro-Meister-Zauber.
Jürg Spori
Ein Selfie am späten Samstagabend mit YB-Captain Steve von Bergen in der Aarbergergasse in Bern.
Ein Selfie am späten Samstagabend mit YB-Captain Steve von Bergen in der Aarbergergasse in Bern.
Keystone
Die YB-Spieler Loris Benito, Sandro Lauper und Gianluca Gaudino per Auto in der Berner Innenstadt.
Die YB-Spieler Loris Benito, Sandro Lauper und Gianluca Gaudino per Auto in der Berner Innenstadt.
Keystone
In der der Aarbergergasse wurde ab 21 Uhr gefeiert. Wobei die Freinacht erst von Sonntag auf Montag stattfindet.
In der der Aarbergergasse wurde ab 21 Uhr gefeiert. Wobei die Freinacht erst von Sonntag auf Montag stattfindet.
Raphael Moser
«Fussball Schwiizer Meischter, Fussball Schwiizer Meischter, BSC...»
«Fussball Schwiizer Meischter, Fussball Schwiizer Meischter, BSC...»
Raphael Moser
Rauch und Petarden.
Rauch und Petarden.
Raphael Moser
So feiern einige Fans die 13. Meisterschaft für den BSCYB.
So feiern einige Fans die 13. Meisterschaft für den BSCYB.
Raphael Moser
Insgesamt hielt sich die Euphorie in der Stadt in Grenzen. Vielleicht wird es am Sonntag zusammen mit der Mannschaft emotionaler.
Insgesamt hielt sich die Euphorie in der Stadt in Grenzen. Vielleicht wird es am Sonntag zusammen mit der Mannschaft emotionaler.
Raphael Moser
Ein kleiner Autokorso: Hopp YB!
Ein kleiner Autokorso: Hopp YB!
Anthony Anex, Keystone
Auch im Restaurant Eleven wurde der Meistertitel gefeiert.
Auch im Restaurant Eleven wurde der Meistertitel gefeiert.
Marcel Bieri
«Häb di Schlitte»
«Häb di Schlitte»
Marcel Bieri
Bravo YB!
Bravo YB!
Marcel Bieri
Es ist geschafft: Guillaume Hoarau, Steve von Bergen und Marco Wölfli nach dem Schlusspfiff in Basel
Es ist geschafft: Guillaume Hoarau, Steve von Bergen und Marco Wölfli nach dem Schlusspfiff in Basel
Keystone
Nach dem Schlusspfiff in Basel gab es kein Halten mehr für die YB-Spieler in Bern.
Nach dem Schlusspfiff in Basel gab es kein Halten mehr für die YB-Spieler in Bern.
Twitter/BSC_YB
Gemeinsam verfolgten sie das Spiel Basel - GC im Stade de Suisse.
Gemeinsam verfolgten sie das Spiel Basel - GC im Stade de Suisse.
Thomas Hodel, Keystone
Champagner für alle!
Champagner für alle!
Thomas Hodel, Keystone
Die YB-Mannschaft posiert im Stade de Suisse für das Meisterschaftsfoto.
Die YB-Mannschaft posiert im Stade de Suisse für das Meisterschaftsfoto.
Twitter/BSC_YB
In der Berner Aarbergergasse feiern die Fans.
In der Berner Aarbergergasse feiern die Fans.
Raphael Moser
Nach dem Schlusspfiff wurden gelbe Rauchpetarden gezündet.
Nach dem Schlusspfiff wurden gelbe Rauchpetarden gezündet.
Raphael Moser
Die Stimmung war schon fast meisterlich.
Die Stimmung war schon fast meisterlich.
Raphael Moser
Die Aarbergergasse am Samstagabend.
Die Aarbergergasse am Samstagabend.
Raphael Moser
Und wieder Petarden.
Und wieder Petarden.
Jürg Spori
Und nochmal
Und nochmal
Jürg Spori
Die Yb-Spieler schauten gemeinsam das Spiel Basel gegen GC im Stade Suisse.
Die Yb-Spieler schauten gemeinsam das Spiel Basel gegen GC im Stade Suisse.
Roman Hodel, Keystone
Loris Benito, David von Ballmoos, Christian Fassnacht, Gregory Wüthrich, Thorsten Schick und Sandro Lauper sind guten Mutes, dass es was wird mit der Meisterschaft.
Loris Benito, David von Ballmoos, Christian Fassnacht, Gregory Wüthrich, Thorsten Schick und Sandro Lauper sind guten Mutes, dass es was wird mit der Meisterschaft.
Roman Hodel, Keystone
Michel Aebischer, Guillaume Hoarau, Steve von Bergen, Marco Wölfli und Mohamed Ali Camara (von links) ebenso.
Michel Aebischer, Guillaume Hoarau, Steve von Bergen, Marco Wölfli und Mohamed Ali Camara (von links) ebenso.
Roman Hodel, Keystone
Jean-Pierre Nsame, Mohamed Ali Camara, Kevin Mbabu, Ulises Garcia, Nicolas Moumi Ngamaleu und Roger Assale sind schon skeptischer.
Jean-Pierre Nsame, Mohamed Ali Camara, Kevin Mbabu, Ulises Garcia, Nicolas Moumi Ngamaleu und Roger Assale sind schon skeptischer.
Roman Hodel
Die «Oldies» Steve von Bergen und Marco Wölfli sind optimistisch.
Die «Oldies» Steve von Bergen und Marco Wölfli sind optimistisch.
Roman Hodel
Der Blick auf die Leinwand. Basel stürmt, erzielt aber kein Tor.
Der Blick auf die Leinwand. Basel stürmt, erzielt aber kein Tor.
Roman Hodel, Keystone
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YB-Spieler Christian Fassnacht liess sich am Samstagabend von der Euphorie mitreissen. Und überschritt eine Grenze. Einige YB-Spieler begaben sich etwa um Mitternacht in die Aarbergergasse, wo der harte Kern der YB-Fans den zweiten Meistertitel in Serie feierte. Dann hielt Fassnacht plötzlich eine Pyro-Fackel in der Hand.

Späte Reue

Am Sonntag entschuldigte sich Fassnacht für sein Verhalten. «Es tut mir aufrichtig leid, dass mir in der grenzenlosen Euphorie diese Dummheit unterlaufen ist. Ich möchte mich dafür in aller Form entschuldigen», lässt er sich in einer Mitteilung der Young Boys zitieren.

Der YB-Spieler muss mit Konsequenzen auf zwei Ebenen rechnen. Zum einen hat der Club in Aussicht gestellt, dass er mit einer «massiven Busse» sanktioniert werde. Das heisst, dass Fassnacht mit einem einmaligen Lohnabzug rechnen muss. Doch damit ist die Sache für den YB-Spieler nicht ausgestanden.

Es ist davon auszugehen, dass die Staatsanwaltschaft ein Verfahren gegen ihn eröffnen wird. Worauf dies hinauslaufen könnte, zeigt der Fall von zwei Spielern des FC Zürich, die an der Cupsiegerfeier im vergangenen Jahr ebenfalls Pyro-Fackeln in der Hand hielten. Die zuständige Staatsanwaltschaft hat gegen sie bedingte Geldstrafen verhängt, wie die «NZZ am Sonntag» gestern berichtete.

Sieben Polizisten verletzt

Die 200 bis 300 Personen umfassende Gruppe aus dem Umfeld der Reitschule wollte offenbar ungestört ihre Fackeln abbrennen, was sie auch tat. In einer ersten Phase entschied sich die Polizei, mit «Blick auf die Verhältnismässigkeit und die zahlreichen Unbeteiligten nicht einzuschreiten».

Kurz vor Mitternacht erhielt die Kantonspolizei indes vom Sicherheitsdienst eines Lokals an der Aarbergergasse eine Meldung, wonach es zu einer Auseinandersetzung gekommen sei, wie die Polizei in einer Mitteilung schreibt.

Zudem sei ein vor Ort manuell ausgelöster Überfallalarm eingegangen, welcher sich erst zu einem späteren Zeitpunkt als Fehlalarm herausstellte. Die beiden ausgerückten Polizisten wurden dabei von mehreren «vermummten Personen massiv angegriffen».

Zwei Personen angehalten

Auch eine zweite eingetroffene Patrouille wurde umgehend mit Flaschen, Stühlen, Stangen und Körpergewalt angegriffen. Anschliessend bot das Kommando weitere Einsatzkräfte auf, welche die Verletzten in Sicherheit brachten und die Angreifer zurückdrängten. Dabei setzten sie Pfefferspray und Einsatzstöcke ein.

Bei der Aktion wurden sechs Polizisten und eine Polizistin verletzt. Ein Mann und ein Jugendlicher wurden beim Einsatz angehalten. Sie wurden auf die Polizeiwache gebracht und werden verzeigt. In ihrer Mitteilung verurteilen die Young Boys die Attacke auf die Polizei «aufs Schärfste».

Weiter schreibt der Club, er habe mit «grosser Enttäuschung und mit Wut von den Angriffen einiger Chaoten, die sich ‹Fans› nennen, aber mit den Werten von YB gar nichts zu tun haben, Kenntnis genommen». YB distanziere sich in aller Form von Gewalt und hoffe, dass die Täterschaft zur Rechenschaft gezogen werden könne.

BZ-Journalist festgehalten

Laut Augenzeugen hatte die aggressiv auftretende Fangruppe in der Aarbergergasse das Ziel, ungestört von der Polizei Pyro-Fackeln zu zünden. Dabei versuchten sie zudem mit Drohungen zu verhindern, dass Medienvertreter das Geschehen verfolgen und fotografieren konnten. Drei Vermummte drängten dabei auch einen BZ-Mitarbeiter in eine Seitengasse und hielten ihn während einer halben Stunde zurück.

In der Aarbergergasse wurden extrem viele Pyros gezündet. Dort wurden auch die Polizisten angefriffen:

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