Casa-Marcello-Wirt eröffnet eine Whisky-Bar

Bern

Gastrounternehmer Roland Staudenmann eröffnet in Bern eine neue Bar. Sie soll an die frühere Wunderbar in der Münstergasse erinnern.

Der Wirt des Casa Marcello, einem auch für Randständige offenen Haus, eröffnet nun auch eine Whisky-Bar.

Der Wirt des Casa Marcello, einem auch für Randständige offenen Haus, eröffnet nun auch eine Whisky-Bar.

(Bild: zvg)

Christoph Hämmann

Sie werden als «Deppenapostrophe» gesammelt: «Info’s», «Handy’s», «mehr für’s Geld». Bald stösst Roly’s Wunderbar dazu, die an der Aarbergergasse 14 eröffnen soll. Das überflüssige Satzzeichen ist allerdings nicht das Spektakulärste am Projekt: Mit Roland Staudenmann steckt ein bekannter Gastrounternehmer dahinter, der einst in der Münstergasse bereits eine Wunderbar und an der Speichergasse die ­Taxibar geführt hat. Seit bald einem Jahr wirtet er ebenfalls in der Aarbergergasse im Casa Marcello, einem auch für Randständige offenen Haus.

Staudenmann hatte in den letzten Jahren auch bei anderen Bars und Clubs die Hände im Spiel, und er war Vermieter des ehe­maligen Bordells am Lagerweg in der Lorraine.

Darüber gibts Thai-Massage

Nun also Roly’s Wunderbar. Laut der Anwältin Annemarie Lehmann, welche die Hauseigentümer vertritt, war Staudenmanns Vergangenheit ein Thema, ehe man sich auf dessen neustes Projekt einliess. «Aber Herr Staudenmann ist ein seriöser Partner, der ein seriöses Projekt vorgelegt hat», so Lehmann.

Zuletzt belegte das Hörakustikunternehmen Neuroth das Erdgeschoss an der Aarbergergasse 14, ehe es an die Spitalgasse umzog. Nun soll im Erdgeschoss eine Bar mit 40 Sitzplätzen und einem Fumoir eingerichtet werden. Auf der Aarbergergasse soll es zudem Platz für 40 Aussensitzplätze haben. Dies geht aus den Bauunterlagen hervor, die derzeit öffentlich aufliegen. Gemäss den Plänen soll in den oberen drei Stockwerken nach dem Umbau «klassische Thaimassage» an­geboten werden.

Das sei aber bereits überholt, so Staudenmann: Im ersten Stock möchte er eine Lounge einrichten, ein entsprechendes Bau­gesuch sei in Arbeit. Und im ­dritten Stock ziehe eine psychia­trische Praxis ein. Was die Thaimassagen angeht, wird laut Anwältin Lehmann im Mietvertrag mit Staudenmann «jegliche Form von Sexgewerbe explizit ausgeschlossen».

Viele Leute, die früher bei ihm in der Münstergasse in der Wunderbar verkehrt hätten, wünschten sich ein ähnliches Lokal zurück, sagt Staudenmann. Roly’s Wunderbar werde «kein Tanz­lokal und kein Partyort, sondern ein gepflegter Ort mit 200 bis 300 Whiskys und schönen Drinks». Im Hintergrund werde Rock und Blues laufen, und vielleicht zeige man gelegentlich ein Fussballspiel.

Berner Zeitung

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