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Burgergemeinde will «Altlasten» des Zentrums Paul Klee tilgen

Frohe Kunde für das Projekt enge Zusammenarbeit Kunstmuseum Bern - Zentrum Paul Klee kurz vor Weihnachten: Die Burgergemeinde Bern ist unter Bedingungen bereit, vier Millionen Franken Starthilfe zu leisten.

Die Burgergemeinde will dem Zentrum Paul Klee einen schuldenfreier Neustart ermöglichen und ist bereit, zwei Millionen Franken zu spenden.
Die Burgergemeinde will dem Zentrum Paul Klee einen schuldenfreier Neustart ermöglichen und ist bereit, zwei Millionen Franken zu spenden.
Urs Baumann

Wenn das Zentrum Paul Klee und das Kunstmuseum Bern tatsächlich näher zusammengeführt werden und der Kanton die künftigen Betriebsbeiträge zusichert, will die Burgergemeinde Bern mit zwei Millionen Franken die finanziellen «Altlasten» des bisher unterfinanzierten Zentrums Paul Klee (ZPK) tilgen. Dieses soll einen schuldenfreien Neustart hinlegen können.

Weitere zwei Millionen Franken will die Burgergemeinde als Starthilfe leisten, damit die beiden Häuser das Potenzial gemeinsamer Synergien optimal nutzen können. Das teilte die Burgergemeinde Bern am Montagabend nach einer Burgerratssitzung mit. Den definitiven Entscheid über die finanzielle Unterstützung durch die Burgergemeinde fällt das burgerliche Stimmvolk im Juni 2014.

Damit es wirklich Leuchttürme sind

Im September hatten der kantonale Erziehungs- und Kulturdirektor Bernhard Pulver und die beiden Trägerstiftungen der zwei Berner Kunsthäuser bekanntgegeben, dass diese künftig eng zusammenarbeiten sollen und wollen. Damit war die Idee einer Fusion der beiden Häuser vom Tisch.

Das neue Konstrukt habe aber noch einen Haken, hiess es im September: Zuerst müsse die seit Längerem bekannte chronische Unterfinanzierung des Klee-Zentrums behoben werden. Dafür wollte Pulver bis Ende Jahr eine Lösung vorlegen. Er äusserte Zuversicht, dass dies gelingt.

Die Burgergemeinde reagiere mit dem in Aussicht gestellten Betrag nicht auf eine Anfrage des Kantons oder von sonst jemandem, sagt Burgergemeindeschreiberin Henriette von Wattenwyl auf Anfrage. Die Burgergemeinde sei vielmehr stets bestens im Bild gewesen über die Lage, da sie im Stiftungsrat des ZPK vertreten sei. Deshalb gehe die geplante finanzielle Starthilfe auf eine «gemeinsame Anstrengung aller Beteiligten» zurück.

Der Burgergemeinde sei es ein Anliegen, dass die beiden Institutionen gemeinsam jene «Leuchtturmfunktion» erfüllen könnten, welche ihnen der Kanton Bern gemäss neuem kantonalen Kulturförderungsgesetz zuordne.

Enge Zusammenarbeit ab 2016

Die enge Zusammenarbeit zwischen ZPK und Kunstmuseum Bern soll ab 2016 greifen. Das hiess es im September. An den ordentlichen Betrieb der künftig unter einem Holdingdach vereinten beiden Häuser will die Burgergemeinde keinen Beitrag leisten.

Doch über diese einmalige finanzielle Unterstützung von vier Millionen Franken hinaus will sie den beiden Häusern auch weiterhin mit Förderbeiträgen für ausgewählte Projekte wie Wechselausstellungen oder Bilderankäufe unter die Arme greifen.

SDA/tag

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