Bundespräsident Ueli Maurer lässt die Reitschule links liegen

Bern

«Mit der Reitschule kann ich mich nicht identifizieren», sagte Bundespräsident Ueli Maurer beim Rundgang durch den BEA-Gastauftritt der Stadt Bern.

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Markus Ehinger@ehiBE

Kurz vor 9 Uhr betrat gestern Morgen Bundespräsident Ueli Maurer (SVP) den vor dem BEA-Eingang ausgerollten roten Teppich. Er lauschte dem Militärspiel, liess einen grossen BEA-Ballon in die Luft steigen und streichelte die Kuh namens Lea, die in Begleitung des herzigen Mädchens Bea als Empfangskomitee fungierte. Danach gings direkt in die Curlinghalle, wo die Stadt Bern ihren Gastauftritt hat.

Immer an Maurers Seite: Die höchste Schweizerin, Nationalratspräsidentin Maya Graf (Grüne), Ständeratspräsident Filippo Lombardi (CVP), der Berner Regierungspräsident Andreas Rickenbacher (SP), Berns Stadtpräsident Alexander Tschäppät (SP) sowie eine grosse Schar von Journalisten. Im Gang in Richtung Auftritt der Reitschule mit ihrem «schwarzen Block» sagte der Stapi zu Maurer: «Rechts gehts zum Stand der Berufsschule, links zur Reitschule. Was bevorzugt der Bundespräsident?» Maurers Antwort folgte prompt: «Ich bleibe rechts.»

Keine Polemik um Reitschule

Eine Polemik um den laut Stapi «witzigen» Auftritt der Reitschule wollte Maurer nicht entstehen lassen. «Die Reitschule gehört halt zu Bern. Es spielt doch keine Rolle, wenn sie sich an der BEA präsentieren kann.» Wenn die Stadt Bern der Reitschule eine Plattform bieten wolle, dann solle sie das machen. Maurers Desinteresse konnte Tschäppät nicht ganz verstehen. Später sagte er in die Mikrofone der Radiostationen: «Wenn Maurer lieber Kühe streichelt, ist das sein Entscheid.»

Maurer ist grosser Bern-Fan

Selbst wenn der Bundespräsident die Reitschule links liegen liess, betonte er, wie gut ihm die Stadt Bern gefalle. «Bern ist eine sehr schöne Stadt, und die meisten Berner sind ‹zwäg›. Die Entschleunigung im langsamen Bern tut einem gut.» Maurer war schon oft an der BEA. «Wenn man in Bern ist, geht man auch an die BEA.» Am besten gefiel dem Magistraten beim Rundgang durch die Curlinghalle der Auftritt der Bernburger mit dem 360-Grad-Panorama. «Die Show ist eindrücklich. Mir gefiel der kurze, selbstironische geschichtliche Abriss der Stadt.»

Ein T-Shirt für den Bundesrat

Im Bern-Pavillon drucken Lernende der Stadtverwaltung T-Shirts. «Es muss keiner hier sein, aber fast alle wollen», rühmte Tschäppät die Lernenden. Natürlich bekam auch der Bundespräsident ein druckfrisches Leibchen in Grösse L inklusive Tragtasche. «Am Schluss des Tages hat er dann einen ganzen Sack voller Prospekte», scherzte Tschäppät.

Berner Zeitung

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