Bund soll dem Alpinen Museum helfen

Bern

Als Mitstifter soll der Bund mithelfen, das Weiterbestehen des Alpinen Museums sicherzustellen. Dies verlangt der Stiftungsrat des Museums.

Wie weiter? Bis 2019 muss das Alpine Museum eine Lösung gefunden haben, wie es trotz weniger Bundesgelder sein ambitioniertes Programm stemmen kann.

Wie weiter? Bis 2019 muss das Alpine Museum eine Lösung gefunden haben, wie es trotz weniger Bundesgelder sein ambitioniertes Programm stemmen kann.

(Bild: zvg)

Der Stiftungsrat des Alpinen Museums in Bern will den Bund in die Pflicht nehmen, eine Lösung für das Weiterbestehen des Museums zu finden. Dieser hatte im Juli angekündigt, seine Beiträge stark zu reduzieren. Seither ist unklar, wie sich das Museum künftig finanzieren soll.

«Der Bund steht als Mitstifter im Vordergrund, um Hand zu bieten», sagte Stiftungspräsident Paul Messerli am Mittwoch der Nachrichtenagentur sda und bestätigte damit einen entsprechenden Bericht in der Zeitung «Der Bund». Bei der Gründung des Museums im Jahre 1933 habe der Bund die Statuten mit verabschiedet. Diese verlangen die Führung eines landeskundlichen Museums über den Alpenraum mit einer Sammlung sowie einer entsprechenden Vermittlungstätigkeit.

Mitte Juli hat das Bundesamt für Kultur (BAK) jedoch angekündigt, seine Beiträge von jährlich 770'000 Franken auf 250'000 zu kürzen. Gemäss Messerli ist das Fortbestehen des Museums bis Ende 2018 dank eines Überbrückungsbeitrages gesichert. Schon ab 2019 könnte die finanzielle Lage jedoch prekär werden.

Bundesmuseum als mögliche Lösung

Um das Museum zu retten, sind laut Messerli vier Szenarien denkbar. Die erste Möglichkeit wäre, das Museum in ein Bundesmuseum zu transformieren. Geregelt würde die Finanzierung dann über das Bundesgesetz über die Museen und Sammlungen des Bundes. Es erhielte den gleichen Status wie das Landesmuseum in Zürich.

Zweitens könnte das Parlament den Entscheid rückgängig machen, drittens könnten die Bergkantone den fehlenden Betrag beisteuern. Die vierte Möglichkeit wäre, den Entscheid anzufechten. Dieser Weg ist jedoch langwierig und kostenintensiv. Der Stiftungspräsident wird sich diesen Weg denn auch «doppelt überlegen». Für ihn steht klar der politische Weg im Vordergrund.

Unterstützung erhält das Alpine Museum von zahlreichen Parlamentariern. SP-Nationalrat Matthias Aebischer und CVP-Ständerat Stefan Engler etwa wollen versuchen, politischen Rückhalt für das Anliegen zu finden. Geplant sind, Vorstösse beim Parlament einzureichen und das Anliegen in der Budgetdebatte und der Finanzkommission zur Sprache zu bringen.

mib/sda

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