Bürger fordern mehr Bus

Belp

Eine Interessengemeinschaft setzt sich für ein grösseres Ortsbusangebot ein. Im letzten Dezember wurden Kurse gestrichen.

Zwischen 9 und 11 Uhr fahren in Belp keine Ortsbusse mehr vom Bahnhof ins Riedli und in die Aemmenmatt. Im letzten Dezember wurden mehrere Kurse gestrichen.

Zwischen 9 und 11 Uhr fahren in Belp keine Ortsbusse mehr vom Bahnhof ins Riedli und in die Aemmenmatt. Im letzten Dezember wurden mehrere Kurse gestrichen.

(Bild: Beat Mathys)

Johannes Reichen

Morgens zwischen 9 und 11 Uhr fahren in Belp keine Ortsbusse mehr vom Bahnhof ins Riedli und in die Aemmenmatt. Im letzten Dezember wurden mehrere Kurse gestrichen. Das gefällt nicht allen. Nun hat sich die «Interessengemeinschaft Bus Belp» formiert.«Für Quartierbewohner ohne Auto ist das sehr unpraktisch», sagt Mitinitiantin Madeleine Graf, Grossrätin und Präsidentin der GFL Belp. Regelmässige Benützer und Personen mit unregelmässigen Arbeitszeiten würden bestraft. Die IG fordert deshalb, dass die gestrichenen Kurse ab dem nächsten Fahrplanwechsel wieder angeboten werden.

«Schlecht ausgelastet»

Die Ausdünnung der Ortsbuslinien gehe auf einen Antrag der Regionalkonferenz Bern-Mittelland zurück, sagt der Belper Gemeindepräsident Benjamin Marti (SVP). Der Gemeinderat habe sich allerdings nicht dagegen gewehrt. Die Kurse seien sehr schlecht ausgelastet, der Kostendeckungsgrad ausgesprochen tief ­gewesen. «Dieses Angebot war nicht sinnvoll.»

Die Gemeinde spart mit der Streichung der Kurse 30 000 Franken pro Jahr. Marti relativiert diese Zahl allerdings. «Für den öffentlichen Verkehr geben wir jährlich über eine Million Franken aus.» Aus Sicht von Graf wird trotzdem «am falschen Ort gespart». Für sie passt die Sache mit dem Bus in jenes Bild, das die Gemeinde aus ihrer Sicht in umweltpolitischer Sicht abgibt

«Gemeinde unternimmt nichts»

Bei einem Umweltrating von VCS und WWF schaffte es Belp im Kanton Bern nur gerade auf den 26. Rang. Einzig Ostermundigen schnitt noch schlechter ab. «Die Gemeinde will überhaupt nichts dagegen unternehmen», sagt Graf.

Ob die Gemeinde wegen der Petition aktiv wird, ist offen. Dazu verpflichtet ist sie nicht. «Ich begrüsse jede politische Mitwirkung», sagt Marti, deshalb nehme er das Anliegen ernst. Wenn die Petition bei der Gemeinde eingereicht werde, werde sich der Gemeinderat mit einer Delegation der IG treffen.

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