Bruchlandung von Freestyle.ch

Bern

Der Trendsportevent Freestyle.ch kommt nicht nach Bern. Den Veranstaltern ist es nicht gelungen, genügend Sponsorengelder aufzutreiben. Die Stadt ist «sehr enttäuscht».

Die Veranstalter von Freestyle.ch bringen den für Ende September geplanten Anlass in Bern nicht zum Fliegen.

Die Veranstalter von Freestyle.ch bringen den für Ende September geplanten Anlass in Bern nicht zum Fliegen.

(Bild: Keystone)

Christoph Hämmann

Bern gegen Zürich, da ziehen Bundesstadt und -kanton meistens den Kürzeren. Umso bemerkenswerter war im letzten Herbst die Nachricht, dass Freestyle.ch künftig in Bern stattfinde. In Zürich hatte der Trendsportevent zuletzt über 30'000 Personen auf die Landi­wiese gelockt.

Gar auf 50'000 Zuschauerinnen und Zuschauer hatte Berns Gemeinderat Reto Nause (CVP) gehofft. Ende September würde das Bernexpo-Gelände Ort eines einzigen Spektakels mit fliegenden Motorrad-, Snowboard- oder Skateboardfahrern sein. Doch daraus wird nichts: «Aufgrund fehlender Sponsoringgelder» finde Freestyle.ch nicht statt, teilten die Veranstalter gestern mit.

«Stadt und Kanton waren sehr schnell parat für diesen Anlass und haben erhebliche Mittel dafür zugesagt», sagt Nause. Auch die lokalen Tourismuspartner hätten ihren Beitrag zugesichert. «So sehr wir uns auf den Event ­gefreut haben, so enttäuscht sind wir nun.»

Vielleicht 2018?

Dass die Veranstalter nicht genügend private Sponsoren fanden, will Nause nicht als Indiz dafür gelten lassen, dass in Bern grössere Events nicht finanzierbar sind. «Wir hatten die Euro, den Klitschko-Boxkampf, die Tour de France und vieles mehr. Es gibt keinen Grund, dass wir uns nun selber zerfleischen.»

Mit Freestyle.ch bleibe Bern «in freundschaftlichem Austausch», so Nause. Falls Freestyle.ch für 2018 wieder zum Thema werde, sei er gerne bereit, dies zu prüfen.

Man bedanke sich bei allen, die den Anlass bis zum Aus unterstützten, schrieb Freestyle.ch am Mittwoch. Namentlich Stadt und Kanton Bern hätten den Event «mit grossem Enthusiasmus unterstützt».

Man bedaure die Absage ausserordentlich. Wie «20 Minuten» letztes Jahr schrieb, beträgt das Budget von Freestyle.ch rund 2,8 Millionen Franken. Davon müsse die Hälfte von Sponsoren finanziert werden, die andere Hälfte mit Ticket- und Gastro­ein­nahmen.

Berner Zeitung

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