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Brönnimann macht den Zweikampf zum Dreikampf

Nun ist die Runde komplett: Nebst Annemarie Berlinger (SP) und Hans-Peter Kohler (FDP) tritt auch der Grünliberale Thomas Brönnimann zur Stichwahl ums ­Könizer Gemeindepräsidium an.

Mischt bei der Stichwahl ums Könizer Gemeindepräsidium ebenfalls mit: der Grünliberale Thomas Brönnimann.
Mischt bei der Stichwahl ums Könizer Gemeindepräsidium ebenfalls mit: der Grünliberale Thomas Brönnimann.
Raphael Moser

Er tut es also tatsächlich: Thomas Brönnimann tritt im zweiten Wahlgang ums Könizer Gemeindepräsidium am 22. Oktober nochmals an. Der Grünliberale macht den Zweikampf zwischen der SP-Kandidatin Annemarie Berlinger und dem FDPler Hans-Peter Kohler damit zum Dreikampf.

«Die beiden anderen Kandidaten politisieren jeweils im äusseren Spektrum ihrer Partei», sagte GLP-Co-Präsident Casimir von Arx gestern Nachmittag kurz nach der Bekanntgabe von Brönnimanns Kandidatur. Diese Ausgangslage habe letztlich den Ausschlag gegeben, mit Brönnimann auch noch jemanden ins Rennen zu schicken, der die Mitte vertritt. Man sei zudem von verschiedenen Seiten zum Schritt ermutigt worden.

Eine Kandidatur mit Ansage

Der Entscheid, nochmals anzutreten, wurde nicht nur vom GLP-Vorstand getragen, sondern auch von den Mitte-Bündnispartnerinnen CVP und EVP. Von ihnen habe man eine «klare Zusage» erhalten, so von Arx. Man befinde sich derzeit zudem in Gesprächen mit der BDP bezüglich einer allfälligen Unterstützung von Brönnimanns Kandidatur.

Dass Brönnimann bei der Stichwahl mitmischen könnte, hatte sich bereits am Sonntag abgezeichnet. Nach dem ersten Wahlgang lag der Grünliberale zwar relativ deutlich hinter der erstplatzierten Berlinger (3511 Stimmen) und dem zweitplatzierten Kohler (2546 Stimmen) zurück. Seine immerhin 1659 Stimmen veranlassten Brönnimann aber trotzdem dazu, eine erneute Kandidatur nicht auszuschliessen. «Ich bin bereit», sagte er schon kurz nach der Bekanntgabe der Resultate kampflustig.

Chancen eher gering

Was seine Kandidatur für den zweiten Wahlgang konkret bedeutet, ist zum jetzigen Zeitpunkt noch schwer abschätzbar. Die persönlichen Erfolgschancen des wiedergewählten Gemeinderats auf den Präsidiumsposten dürften eher gering sein gegen die beiden Spitzenkandidaten der SP und FDP, die als grosse Parteien in Köniz letztlich über eine grössere Wählerbasis verfügen.

Dessen ist man sich auch bei der GLP bewusst: «Dass wir nicht als Favorit in die Stichwahl gehen, ist uns bewusst», so Partei-Co-Präsident Casimir von Arx. Aber: «Wenn wir nicht an seine Chancen glaubten, würden wir gar nicht erst antreten.»

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