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Brönnimann feiert seine Wiederwahl

Der neue Gemeinderat von Köniz ist gleich zusammengesetzt wie der alte. Die SP verpasst erneut den zweiten Sitz, die GLP baut ihren Wackelsitz zum vollen Mandat aus. Ihr Vertreter Thomas Brönnimann wird ab Neujahr für Kontinuität im neu zusammengesetzten Gremium sorgen.

Erleichtert: GLP-Vertreter Thomas Brönnimann hatte gestern allen Grund zum Lachen. Aus seinem Wackelsitz ist ein volles Mandat geworden.
Erleichtert: GLP-Vertreter Thomas Brönnimann hatte gestern allen Grund zum Lachen. Aus seinem Wackelsitz ist ein volles Mandat geworden.
Raphael Moser

Er ging als grosser Sieger aus den Könizer Wahlen hervor: Gemeinderat Thomas Brönnimann war am Sonnatgabend die Erleichterung nur zu gut anzusehen, als feststand, dass er seinen Sitz verteidigt hatte. Und nicht nur das: Im Vergleich zu 2013 hatte seine GLP den Wähleranteil fast verdoppelt. Aus den 6,3 Prozent von damals waren 11,4 Prozent geworden, der Wackelsitz von damals hatte sich in ein Vollmandat verwandelt. Das, erklärte Brönnimann hörbar stolz, sei für die GLP nicht selbstverständlich. Kantonal feiere sie zwar Erfolge, national aber «stehen wir auch nicht mehr dort, wo wir vor vier Jahren waren».

Entspannt, gelöst

Gar nicht zum Feiern zumute war am anderen Ende der Rangliste zu den Gemeinderatswahlen der BDP. Sie, die vor vier Jahren noch massiv zugelegt und beinahe einen Sitz ergattert hätte, musste im fast gleichen Umfang einen herben Rückgang von damals 12 Prozent auf nur noch 6,6 Prozent Wähleranteil hinnehmen. Entsprechend rasch verschwanden ihre Vertreter nach der öffentlichen Bekanntgabe der Resultate von der Bildfläche.

Bei den anderen Parteien war die Stimmung entspannt. Und nach dem monatelangen Wahlkampf vor allem gelöst – weil in der Sitzverteilung alles beim Alten geblieben war, gab es bei SP, SVP, FDP und Grünen mit Blick auf den Gemeinderat weder im grossen Stil Gewinne zu feiern noch Verluste zu beklagen.

Die SP haderte einzig damit, dass sie es nicht geschafft hatte, den vor vier Jahren verlorenen zweiten Sitz wieder an Land zu ziehen, Grüne und SVP mussten sich Gedanken darüber machen, wieso sie Haare lassen mussten. Wobei sie eine Erklärung rasch zur Hand hatten: Beide Parteien mussten auf Bisherige verzichten, die bei den Wahlen vor vier Jahren weit über die eigenen Parteigrenzen hinweg Stimmen gesammelt hatten.

Rundum erneuert

Bei aller Beständigkeit: Im Könizer Gemeinderat kommt es im nächsten Jahr zum grossen Sesselrücken. Immerhin werden für die fünf Vollämter in der Mehrheit neue Leute die Verantwortung tragen.

Schuld daran ist die so strikt geregelte Amtszeitbeschränkung. Wer im Könizer Gemeinderat sitzt, muss nach drei ganzen Legislaturen unwiederbringlich das Feld räumen. Und weil dies im ­aktuellen Gremium bei vier der fünf Mitglieder so ist, kommt es auf Neujahr hin zur Rundum­erneuerung.

Thomas Brönnimann wird als einziger Bisheriger im neuen Gemeinderat die Konstanz sicherstellen.

Resultate

SP, gewählt: Annemarie Berlinger (neu, 3999 Stimmen). Ersatz: Markus Willi (2820), Christian Roth (2651), Tanja Bauer (2530), Cathrine Liechti (2341).

SVP, gewählt: Christian Burren (neu, 2570). Ersatz: Stefan Lehmann (1912), Kathrin Gilgen (1837), Heinz Nacht (1809), Liliane Huguenin (1680).

FDP, gewählt: Hans-Peter Kohler (neu, 2355). Ersatz: Dominic Amacher (1567), Beat Haari (1530), Erica Kobel (1474), Heidi Eberhard (1413).

Grüne, gewählt: Hansueli Pestalozzi (neu, 2179). Ersatz: Christina Aebischer (1397), Iris Widmer (1385), Elena Ackermann (1308), Jan Remund (1263).

GLP, gewählt: Thomas Brönnimann (bisher, 2319). Ersatz: Barbara Thür (1061), Casimir von Arx (1020), Roland Akeret (934), Thomas Marti (927).

BDP, nicht gewählt: Thomas Frey (1147), Andreas Lanz (699), Beat Biedermann (693), Hans Ulrich Kropf (654).

EVP, nicht gewählt: Bernhard Zaugg (942), Katja Niederhauser (632), Matthias Müller (554), Barbara Weiss (546), Markus Bremgartner (526).

CVP, nicht gewählt: Valentin Lagger (493), Patrick Egger (312), Patrick Deluc (229), Karel Hojac (220), Martin Gutmann (212).

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