BLS-Werkstätte: Macht Mitwirkung Sinn?

Bern

Die Quartierkommission Bümpliz-Beth­lehem macht sich Gedanken über den Sinn der Begleitgruppe BLS-Werkstätte. Deren Präsident, Bernhard Antener, hält dies für unbegründet.

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Sheila Matti

Es sei eine schwierige Situation, sagte Rachel Picard am Treffen der Quartierkommission Bümpliz-Bethlehem (QBB). Sie sprach von der letzten Sitzung der Begleitgruppe BLS-Werk­stätte, der sie als QBB-Geschäftsführerin angehört.

«Eigentlich wollten wir die Feinbeurteilung der Standorte angehen – stattdessen kehrte die Begleitgruppe zurück zur Grundsatzdiskussion über die Auswahl der Standorte», erzählte sie den Mitgliedern der Quartierkommission. Deshalb stelle sich für sie nun die ­Frage, ob die weitere Partizipation überhaupt noch Sinn mache.

«Es ist ganz normal, dass man zurück in eine Grundsatzdiskussion fällt, wenn neue Mitglieder hinzukommen», sagt Bernhard Antener, Präsident der Begleitgruppe, auf Anfrage. Er bezieht sich damit auf die Konolfinger und Thuner Betroffenen, welche letzthin der Begleitgruppe beitraten, weil nun auch Thun-Nord und das Chonolfingermoos für die BLS als möglicher Standort infrage kommen.

Die Bedenken über den Sinn der Partizipation teilt Antener nicht – im Gegenteil: Er sei überrascht, dass diese überhaupt aufkommen. «Dass es von Monat zu Monat konkreter wird ist ein natürlicher Prozess. Da muss man die Nerven behalten.»

Unternehmen klären Fragen

Nicht nur der ewige Rückfall zur Grundsatzdiskussion wurde am Treffen der Quartierkommission bemängelt. Auch der bevorstehenden Feinbeurteilung blickte man kritisch entgegen: Weil nun viele technische und politische Fragen geklärt werden müssten, seien viele Mitglieder der Begleitgruppe überfordert.

Von Überforderung will Antener nichts wissen. Stattdessen verweist er auf die verschiedenen internationalen Bahngesellschaften, welche sich für die Begleitgruppe mit solchen Fragen beschäftigen.

«Die Projektleitung und ich haben schon seit ­Beginn die Aufgabe, die so gewonnenen Informationen auf eine Flughöhe zu bringen, auf der sie einerseits von allen Mitgliedern verstanden werden und andererseits inhaltlich stimmen.» Bisher habe dies gut geklappt.

Begleitgruppe besteht weiter

Am kommenden Montag solle das versäumte Traktandum während einer Sondersitzung der Begleitgruppe nachgeholt werden, versichert Antener. Dann werden die drei möglichen Standorte der Werkstätte hinsichtlich Umwelt, Raumplanung und Wirtschaftlichkeit beurteilt.

Das Fortbestehen der Begleitgruppe hingegen wird an dieser Sondersitzung kein Thema sein; sowohl für Antener als auch für die QBB bietet die Gruppe weiterhin mehr Vor- als Nachteile.

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