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Bildern mit heikler Herkunft auf der Spur

An der Uni Bern sprach die deutsche Herkunftsforscherin Anja Heuss (50) über die Herausforderungen ihres Berufes. Dabei kam auch die Debatte um den Gurlitt-Nachlass zur Sprache.

Was läuft hinter der Fassade? Das Kunstmuseum Bern hält sich seit Monaten bedeckt – Experte Raschèr findet das Schweigen «befremdlich».
Was läuft hinter der Fassade? Das Kunstmuseum Bern hält sich seit Monaten bedeckt – Experte Raschèr findet das Schweigen «befremdlich».
Urs Baumann
Entschiedene Ansichten: Experte Andrea Raschèr  (53).
Entschiedene Ansichten: Experte Andrea Raschèr (53).
Dominik Landwehr/zvg
...sowie von Marc Chagall lagerten neben Müll in der Wohnung von Cornelius Gurlitt.
...sowie von Marc Chagall lagerten neben Müll in der Wohnung von Cornelius Gurlitt.
Keystone
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«Ich beneide Matthias Frehner nicht», sagt Provenienzforscherin Anja Heuss. «Nimmt das Kunstmuseum Bern das Gurlitt-Erbe an, kommen gewaltige Herausforderungen auf den Direktor zu.» Es werde nicht möglich sein, diese «kontaminierten» Bilder auszustellen, ohne dass Journalisten den Mahnfinger erhöben: Wurde die Herkunft von Werk X oder von Werk Y geprüft? Heuss weiss, wovon sie spricht. Die Deutsche beschäftigt sich seit 25 Jahren mit Kunst- und Kulturgutraub. Sie ist Co-Autorin des Bergier-Bandes «Fluchtgut – Raubgut» über den Transfer von Kulturgütern in die Schweiz 1933 bis 1945. Aktuell ist Heuss an der Staatsgalerie Stuttgart und am Landesmuseum Württemberg als Provenienzforscherin tätig.

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