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Bevölkerung zieht Swisscom-Antenne den Stecker

Die Swisscom kann beim Schulhaus keine Mobilfunkantenne aufstellen.

Beim Schulhaus Zuzwil wird keine Mobilfunkantenne aufgebaut (Symbolbild).
Beim Schulhaus Zuzwil wird keine Mobilfunkantenne aufgebaut (Symbolbild).
iStock

Null Striche auf dem Smartphone. Wer in Zuzwil mobil telefonieren will, hat unter Umständen Pech. Die Mobilfunkabdeckung ist schlecht. Deshalb wollte die Swisscom im 580-Einwohner-Dorf eine Mobilfunkantenne aufstellen.

Der Gemeinderat bot dem Unternehmen einen Standort neben dem Schulhaus an. Die Lage ist leicht erhöht und der Standort ideal. Vor gut einem Jahr schlossen der Gemeinderat und die Swisscom einen Vertrag ab. Während fünfzehn Jahren stellt die Gemeinde den Standort zur Verfügung, für 6000 Franken jährlich.

Doch mit einer besseren Mobilfunkabdeckung wird vorderhand nichts. Die Gemeindeversammlung hat am Mittwochabend in einer geheimen Abstimmung mit 76 zu 69 Stimmen entschieden, dass neben dem Schulhaus keine Mobilfunkantenne aufgestellt werden darf und dass vom Vertrag mit der Swisscom zurückgetreten wird. Für die Gemeinde entstehen durch die Vertragsauflösung keine Kosten.

Nachdem der Gemeinderat informiert hatte, mit der Swisscom einen Vertrag abgeschlossen zu haben, regte sich in der Bevölkerung Widerstand. Innerhalb kurzer Zeit unterschrieben rund 100 Personen eine Petition gegen die Antenne neben dem Schulhaus Zuzwil.

Der Gemeinderat entschied deshalb, das Geschäft an der Gemeindeversammlung zu traktandieren. Bereits im September wurde ein Informationsabend organisiert, an dem Fachleute der Swisscom und Petitionäre ihre Argumente darlegen konnten. An der Gemeindeversammlung selber kam es zu keiner Diskussion mehr über den Antennenstandort.

Gemeindepräsident Rolf Gnehm sagte, dass er den Entscheid akzeptiere, diesen aber nicht kommentiere.

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