Bevölkerung zeigt Verständnis für Asylunterkunft

Bremgarten

Am Informationsabend zur geplanten Asylunterkunft in Bremgarten war wenig Kritik zu hören. Zu reden gab vor allem die Nähe zu den Schulhäusern.

Anfnag Januar werden 100 Männer aus Afghanistan, Syrien und Eritrea in die Zivilschutzanlage an der Chutzenstrasse 5 einziehen(Symbolbild unterirdische Zivilschutzanlage).

Anfnag Januar werden 100 Männer aus Afghanistan, Syrien und Eritrea in die Zivilschutzanlage an der Chutzenstrasse 5 einziehen(Symbolbild unterirdische Zivilschutzanlage).

Wie reagiert die Bevölkerung, wenn bald Asylsuchende ins Dorf ziehen? In Bremgarten zeigte sich dies am Informationsabend vom Mittwoch. Das Interesse war gross: Der Saal des Kirchgemeindehauses war fast bis zum letzten Platz besetzt. Die Stimmung bei den über 150 Besuchern war zurückhaltend positiv bis wohlwollend. Bei einigen Voten schimmerte zwar Kritik durch, doch blieben sie in der Minderheit. Nach Aufrufen zu Mithilfe und Verständnis für die Flüchtlinge gab es einige Male Applaus.

Ab 4.?Januar werden 100 Männer aus Afghanistan, Syrien und Eritrea in die Zivilschutzanlage an der Chutzenstrasse 5 einziehen. Der Gemeinderat stellt die Anlage dem Kanton zur Verfügung. Bei einem Teil der Besucher war Verunsicherung zu spüren. Iris Rivas, Leiterin des kantonalen Migrationsdienstes, und Daniel Röthlisberger von der Heilsarmee als Betreiberin der Unterkunft, konnten etliche Zweifel zerstreuen. Rebekka Gemperle, Leiterin des künftigen Standorts, berichtete, wie der Betrieb organisiert wird. «Es sind immer Leute von uns anwesend», sagte sie.

Trotzdem wurden Befürchtungen laut, weil die Unterkunft im Dorfzentrum und neben der Schulanlage liegt. «Wir werden einen runden Tisch mit der Schulleitung und den involvierten Behörden durchführen und die Probleme besprechen», versicherte Gemeindepräsident Andreas Kaufmann (GFL). Und die Schüler müssten über die Asyl­suchenden orientiert werden.

Starken Applaus erntete eine Frau, die 1956 als Vertriebene aus Ungarn in die Schweiz gekommen war. «Habt keine Angst», sagte sie. «Lasst die Menschen erst mal kommen.»

hrh

Diese Inhalte sind für unsere Abonnenten. Sie haben noch keinen Zugang?

Erhalten Sie unlimitierten Zugriff auf alle Inhalte:

  • Exklusive Hintergrundreportagen
  • Regionale News und Berichte
  • Tolle Angebote für Kultur- und Freizeitangebote

Abonnieren Sie jetzt