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Gegner des Südanflugs verlieren vor Gericht

Das Bundesverwaltungsgericht hat mehrere Beschwerden gegen den Südanflug auf den Flughafen Bern abgelehnt.

Der Flughafen Belp.
Der Flughafen Belp.
Alessandro Meocci

Am Flughafen Bern-Belp geht es seit dem Grounding von Skywork vor einem Jahr ruhig zu. Und schon fast sechs Jahre ist es her, dass das angekündigte neue Südanflug-Verfahren für ziemlich viel Lärm sorgte. In diese Stille platzt ein Urteil des Bundesverwaltungsgerichts.

Wie die Vereinigung gegen Fluglärm (VGF) am Freitag mitteilte, hat das Gericht eine Beschwerde gegen einen Entscheid des Bundesamts für Zivilluftfahrt (Bazl) und gegen den Südanflug zurückgewiesen. Die VGF prüft nun einen Weiterzug ans Bundesgericht.

Der Flughafen Bern-Belp reichte das Gesuch für ein satellitengestütztes Anflugverfahren von Süden her Anfang 2014 ein. Dagegen hagelte es Proteste und 300 Beschwerden, die aber vom Bazl Anfang des letzten Jahres abgeschmettert wurden. Daraufhin gingen beim Bundesverwaltungsgericht rund ein Dutzend Beschwerden ein, auch von Gemeinden.

Die VGF forderte in ihrer Beschwerde eine detailliertere Umweltverträglichkeitsprüfung, eine lärmoptimierte Routenführung sowie einen steileren Anflugwinkel, um die Lärmimmissionen zu reduzieren. Ausserdem sollte der Flugbetrieb am frühen Morgen eingeschränkt werden. Doch sie fand kein Gehör. Das sei «ernüchternd», schreibt sie nun.

Einziger Lichtblick seien die Ausführungen zum Flugbetrieb in den Randstunden. Das Gericht verweise auf einen früheren Entscheid des Bundesgerichts, wonach Massnahmen für das Ruhebedürfnis der Bevölkerung am frühen Morgen zu prüfen seien. Entsprechende Massnahmen habe das Bazl zu Unrecht nicht bereits in diesem Verfahren geprüft. Es halte aber auch fest, dass die Massnahmen wegen des Skywork-Konkurses nicht dringlich seien.

Flughafendirektor Urs Ryf nahm das Urteil zur Kenntnis. «Wir warten jetzt ab, ob die Beschwerdeführenden noch ans Bundesgericht gelangen.» Unabhängig davon, dass im Moment keine Linienflüge stattfinden, sei das Verfahren für den Flughafen wichtig. «Bei gewissen Wetterlagen macht es das ganze System robuster.» Davon würden alle Kunden profitieren, etwa auch die Geschäftsfliegerei.

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