Bern-West hat Spass gemacht

Bern

Mirjam Messerli, Ressortleiterin Stadt Bern, zieht Bilanz zum dreitägigen Berner Stadtfest.

Wer dieses Wochenende nicht im Westen von Bern unterwegs war, hat viel verpasst. Zum Beispiel: Abtanzen unter der Autobahnbrücke am Europaplatz, äthiopisch essen im Brünnenpark, um Mitternacht Gelati schleckend durch Bümpliz flanieren. Wer sich darauf einliess, konnte einen Stadtteil (neu) entdecken.

Es war richtig, das Stadtfest nicht in der Innenstadt durchzuführen. Bümpliz und Bethlehem sind ebenso Teil von Bern wie der Breitsch, die Altstadt oder die Länggasse. Und: Bern ist nicht London oder New York – räumlich ist die Distanz in den Westen mit dem ÖV oder dem Velo rasch zurückgelegt.

Eine Kritik müssen sich die Organisatoren gefallen lassen. Ein durchdachteres ÖV-Angebot hätte die verbindende Idee zwischen den Quartieren verstärkt. Wären beispielsweise die Trams 7 und 8 gratis gewesen, hätte es gar keine Ausrede mehr dafür gegeben, nicht vom Osten in den Westen der Stadt zu fahren.

Ein grosses Lob haben die vielen Freiwilligen verdient. Sie haben mit Führungen, Ständen und witzigen Aktionen beste Werbung für den Stadtteil gemacht. Natürlich hätte man ausschliesslich Profis das Fest organisieren lassen und mit der grösseren Kelle anrichten können. Herausgekommen wäre wohl das x-te austauschbare Festival mit mehr Sponsoren und Kommerz. Das Stadtfest war teilweise improvisiert und etwas handgestrickt. Dafür aber sehr sympathisch. Bern-West hat Spass gemacht.

Berner Zeitung

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