Bernmobil stockt Sicherheitspersonal auf

Bern

Bernmobil baut eine eigene Sicherheitsabteilung auf. Ab 2016 wird der Kontrolldienst Plus in den Trams und Bussen mitfahren und für Ordnung sorgen.

Bernmobils eigene Security-Leute sollen den Passagieren ab dem nächsten Jahr in Trams und Bussen Sicherheit bieten.

Bernmobils eigene Security-Leute sollen den Passagieren ab dem nächsten Jahr in Trams und Bussen Sicherheit bieten.

(Bild: Beat Mathys)

Die Kontrolleure in Berner Bussen und Trams sollen künftig nicht nur Schwarzfahrer überführen sondern auch für mehr Sicherheit sorgen. Bernmobil betraut dafür zusätzlich 21 Mitarbeitende mit einem «Kontrolldienst Plus». Die Massnahme kostet jährlich 500'000 Franken.

Bernmobil-Sprecher Rolf Meyer bestätigte auf Anfrage einen entsprechenden Bericht der Zeitung «Der Bund» vom Donnerstag. Beim «Kontrolldienst Plus» handle sich aber nicht um einen eigentlichen Security-Dienst, betonte Meyer. «Unsere Mitarbeiter tragen vorerst weder Schlagstock noch Pfefferspray».

Auch übten die Kontrolleure keine Polizeiaufgaben aus. Sobald Gewalt im Spiel sei, werde weiterhin die Polizei aufgeboten. Zum Einsatz kommen sollen die zusätzlichen Mitarbeitenden vor allem an Wochenenden und bei Grossveranstaltungen. Dann sei auch ein Rückgriff auf externe Sicherheitsdienste denkbar, sagte Meyer.

Insgesamt werden künftig bei Bernmobil 55 Personen im Kontrolldienst tätig sein, 21 von ihnen werden neu für den «Kontrolldienst Plus» ausgebildet. Dieser Ausbau entspricht zusätzlich 2,5 Vollzeitstellen. Heute sind 35 Mitarbeitende als Kontrolleure unterwegs, die meisten von ihnen arbeiten auch als Tram- und Bus-Chauffeure m Fahrdienst.

Präventive Massnahme

Der Sicherheitsdienst sei eine präventive Massnahme, sagte Meyer im Zeitungsbericht. Angesichts der «hektischen Betriebsamkeit der 24-Stunden-Gesellschaft» gehe man davon aus, dass sich dies auf das Sicherheitsgefühl der Passagiere auswirke. «Wir wollen parat sein, wenn sich die Lage verschlechtern sollte».

Gewaltsame Übergriffe sind in Berner Bussen und Trams selten. Viele Passagiere stören sich aber an betrunkenen Fahrgästen, die mitunter andere belästigen. In einer Kundenbefragung gab rund eine Viertel an, bereits einen entsprechenden Vorfall erlebt oder beobachtet zu haben.

Nicht zum Sicherheitsdispositiv gehört in Bern die Videoüberwachung in Bussen und Trams. Einzig die nächtlichen Moonliner sind mit Videokameras ausgerüstet.

abe/sda

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