Bernmobil kontrolliert weniger Fahrgäste

Die städtischen Verkehrsbetriebe führen unverändert viele Stichproben in Trams und Bussen durch, die Zahl der kontrollierten Passagiere nimmt trotzdem deutlich ab. Wie kommt das?

Die Kontrollen dauern länger und werden dadurch weniger.

(Bild: Christian Pfander)

Wer mit Bus oder Tram durch Stadt und Agglo fährt, muss sein Ticket immer seltener zücken. Während 2015 noch rund eine Million Fahrgäste in eine Billetkontrolle gerieten, waren es im vergangenen Jahr nur noch 700'000. Das berichtet Radio Energy am Mittwochmorgen.

Hauptgrund für den Rückgang ist gemäss Rolf Meyer, Mediensprecher von Bernmobil, die Einführung des Swiss Pass vor drei Jahren. Die Kontrolleure der städtischen Verkehrsbetriebe stünden unverändert oft im Einsatz, ihre Arbeit aber sei zeitraubender geworden: «Der Kontrolleur muss jetzt jedes Mal den Swiss Pass an sein Gerät halten. Dieser Vorgang dauert deutlich länger als früher.» Als die Fahrgäste ihre Tickets noch in Papier- oder Kartenform mitführten, habe jeweils ein kurzer Blick gereicht, um das Billet auf seine Gültigkeit zu überprüfen.

Weiter führt Meyer an, es gehe längst nicht mehr darum, «Jagd» auf Schwarzfahrer zu machen. Man wolle zwar Präsenz markieren, den Passagieren aber auch Anlaufstelle sein: Kundennähe statt Kontrolle also. Das Konzept scheint aufzugehen. Die Quote der (überführten) Schwarzfahrer ist laut Meyer in den letzten Jahren praktisch unverändert geblieben – trotz rückläufiger Personenkontrollen.

cef/pd

Diese Inhalte sind für unsere Abonnenten. Sie haben noch keinen Zugang?

Erhalten Sie unlimitierten Zugriff auf alle Inhalte:

  • Exklusive Hintergrundreportagen
  • Regionale News und Berichte
  • Tolle Angebote für Kultur- und Freizeitangebote

Abonnieren Sie jetzt