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Bernmobil beschafft 21 Hybrid-Gelenkbusse

Die Stadtberner Verkehrsbetriebe beschaffen für 12,3 Millionen Franken 21 Hybrid-Gelenkbusse. Mit diesen werden die alten Dieselfahrzeuge ersetzt.

Die neuen Hybrid-Gelenkbusse sollen die Dieselgelenkbusse Hess-Volvo (Bild) aus den Jahren 2002/2003 ersetzen.
Die neuen Hybrid-Gelenkbusse sollen die Dieselgelenkbusse Hess-Volvo (Bild) aus den Jahren 2002/2003 ersetzen.
Walter Pfäffli

Ab Herbst 2016 verkehren 21 Hybrid-Gelenkbusse auf dem Netz von Bernmobil. Sie setzten sich in einer offenen Ausschreibung gegen Diesel- und Gasfahrzeuge durch, wie die städtischen Verkehrsbetriebe am Donnerstag bekanntgaben.

12,3 Millionen Franken kostet die Beschaffung inklusive Zusatzausrüstungen. Der Kanton Bern und der städtische Ökofonds unterstützen den Ankauf mit einigen zehntausend Franken pro Fahrzeug, so dass der Stückpreis pro Volvo noch 490'000 Franken beträgt. So wird es möglich, dass der Hybridbus in der Wirtschaftlichkeit mit dem Dieselbus mithalten kann. Dem Gasbus sei er auch bezüglich Lärm überlegen, erklärt Bernmobil.

Die städtischen Verkehrsbetriebe hätten damit weiterhin eine ökologische Pionierrolle im öffentlichen Verkehr inne, freute sich die Stadtberner Gemeinderätin Ursula Wyss (SP) vor den Medien. Das wolle auch der Kanton unterstützen, betonte die bernische Verkehrs- und Energiedirektorin Barbara Egger (SP).

Nicht zum ersten Mal leistet er einen Beitrag an moderne Technologien im öffentlichen Verkehr. Schon 2005 unterstützte er Bernmobil bei der Einführung von Gasbussen. Letztes Jahr griff der Kanton der Aare-Seeland-Mobil in Langenthal beim Ankauf von drei Hybridstandardbussen unter die Arme.

Die Bus-Flotte von Bernmobil umfasst insgesamt 150 Fahrzeuge. Knapp die Hälfte davon wird mit Gas betrieben, dazu kommen 20 Trolley- und 60 Dieselbusse. Zu ersetzen waren nun 20 Diesel-Gelenkbusse, die seit Anfang des Jahrtausends in Bern verkehren und jetzt verkauft werden sollen.

Übergangsphase zu Elektrobussen

Der Entscheid für Hybrid mag erstaunen, nachdem Bernmobil zuletzt auf (Bio-)Gasbusse gesetzt hatte. «Bei der Beschaffung vor zehn Jahren befanden wir uns im Zeitalter des Verbrennungsmotors, und die Gasbus-Technologie versprach einen deutlichen Vorteil für die Umwelt», sagte Bernmobil-Direktor René Schmied.

Dieser Vorteil sei inzwischen verflogen. «Die Bus-Zukunft im städtischen Verkehr wird in der Elektromobilität gesehen.» Noch sei es aber nicht so weit, «heute befinden wir uns in der Übergangsphase vom Verbrennungs- zum Elektromotor». Im Hybridbus nehme diese Übergangsphase ihre Gestalt an.

Geeignet für Stadtbetrieb

Der Hybridbus weist einen Elektro- und einen Dieselmotor auf. Bei tiefen Geschwindigkeiten reicht der Elektromotor für den Antrieb aus. Wird mehr Leistung benötigt, schaltet sich der Dieselmotor zu.

Laut Bernmobil ist der Hybridbus gerade für den Stadtbetrieb dank der vielen Stop-and-Go-Situationen geeignet. Anders sieht es auf dem Land aus, und auch bei Steigungen wie auf dem Weg nach Bremgarten ist der Hybridbus das falsche Fahrzeug.

Der erste Volvo 7900 der neusten Generation soll Mitte August 2016 ausgeliefert werden, der letzte zweieinhalb Monate später. Die neuen Busse sollen schwergewichtig auf den Linien 10, 17 und 19 eingesetzt werden.

SDA/mib

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